(peb) Die wendisch-deutsche Doppelkirche ist am Wochenende komplett ausverkauft gewesen. Die Vetschauer wollten ihr Orchester sehen und hören. Seit mehr als 60 Jahren ist es aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche persönliche Verbindungen gab und gibt es zu dem Klangkörper, sei es die eigene Jugenderinnerung als Musiker im damaligen Pionier- und Jugendblasorchester oder sei es ein immer noch aktives Familienmitglied, dem es zuzuhören lohnt.

Der Vetschauer Musikverein enttäuschte auch diesmal nicht und sorgte beim Neujahrskonzert mit seinem Traditionsorchester, geprägt von Herbert Mothes, Peter Ettelt und nun von Frank Kornauke, für Gänsehautmomente: Von Mozarts Werken über Schostakowitsch, den kürzlich verstorbenen Hans Hütten, der dem Orchester besonders verbunden war, bis hin zum eingängigen Marsch: Das Programm führte querbeet durch alle Genres und Zeitepochen. 

Das Posaunenquartett eröffnete das Konzert auf der Orgelempore mit dem Tango für Carola. Orchesterleiter und Dirigent Frank Kornauke, zum neunten Mal am Pult, war mit jeder Faser voll dabei und führte die Musiker zu Spitzenleistungen.

Weitere Konzerte gibt es am 12. Januar um 15 Uhr in der Stadthalle Calau sowie am 13. Januar, ebenfalls um 15 Uhr, in der Kirche zu Burg.