Von Daniel Preikschat

Bei der Kommunalwahl am Sonntag haben die Wahlberechtigten in Lübbenau mehr Optionen als noch 2014. Anders als vor fünf Jahren bieten diesmal auch FDP, AfD und NPD Kandidaten auf. Entsprechend steigt die Zahl der Bewerber von 68 im Jahr 2014 auf 79 fünf Jahre später.

Die längsten Wahlvorschlaglisten haben SPD (18 Kandidaten), AWG (16 Kandidaten) und CDU (15 Kandidaten) eingereicht. Die zwei Parteien und die Wählergemeinschaft haben in der jetzt endenden Legislaturperiode auch die meisten der 28 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) bekommen, insgesamt 23. Wobei sich der Bündnisgrüne Joachim Liedtke der SPD-Fraktion angeschlossen hatte. Die verbleibenden fünf Sitze gingen an Die Linke, die diesmal elf Kandidaten aufbietet. In die SVV drängen nun aber auch die AfD mit ebenfalls elf und die FDP mit fünf Kandidaten. Auch ein NPD-Bewerber steht auf dem Wahlzettel.

Bei der Kommunalwahl 2014 lagen in der Spreewaldstadt SPD und CDU vorn: 28,4 beziehungsweise 28,9 Prozent der Stimmen holten deren Kandidaten jeweils. Am häufigsten angekreuzt auf den Wahlzetteln allerdings wurde der Name eines Kandidaten der Linken. Thomas Fron bekam 1509 Stimmen. Die 1000er-Marke schafften sonst nur noch Uwe Pielenz von der SPD (1278) sowie von der CDU Roswitha Schier (1414) und Martin Habermann (1027). Wobei Martin Habermann nicht erneut antritt. Er hat sein Mandat in der laufenden Legislatur aus Altersgründen abgegeben.

Im Vergleich zu 2014 treten Sonntag aber nicht nur mehr Kandidaten an, sondern auch mehr jüngere, so Wahlleiter Patrick Boslau. Student Robin Roy (CDU), Jahrgang 2000, ist der jüngste Bewerber, Ex-Landrat Holger Bartsch (SPD), Jahrgang 1941, der älteste. Abgenommen, wenn auch nur leicht, hat die Zahl der wahlberechtigten Bürger: statt 14 396 sind es in diesem Jahr 14 147. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei 46,8 Prozent. Gewählt werden kann am Sonntag in insgesamt 23 Wahllokalen, von denen 18 barrierefrei sind.

In den 13 Lübbenauer Ortsteilen werden bei der Kommunalwahl darüber hinaus die Ortsbeiräte gewählt. Hierfür stellen sich jeweils drei bis sieben Bewerber zur Wahl. Während bei der Wahl für die Stadtverordnetenversammlung – ebenso wie bei der Wahl für den Kreistag – drei Kreuze gesetzt werden können, ist bei der Ortsbeiräte-Wahl nur ein Kreuz erlaubt.

Auf der Internetseite der Stadt Lübbenau www.luebbenau-spreewald.de können sich Interessierte am Wahlsonntag, 26. Mai, nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr über die Zwischenstände der Auszählung auf dem Laufenden halten. Dazu muss auf der Startseite der Stadt nur das große rote Kreuz angeklickt werden. Zuerst ausgezählt werden die Stimmen für die Europawahl. Hier wird gegen 20 Uhr mit ersten Meldungen aus den Wahllokalen gerechnet. Jeweils etwa eine Stunde später laufen zunächst die ersten Zwischenstände für die Wahl zum Kreistag ein und dann für die Stadtverordnetenversammlung ein, so Boslau. Er rechnet nicht vor Mitternacht mit einem vorläufigen Endergebnis.