Von Rüdiger Hofmann

Der Silberberg zwischen Calau und Werchow wird vertont. Davon können sich am Mittwochabend Vertreter aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Feuerwehr und der Schützengilde im Hotel „Zur Post“ überzeugen. Der Landstreifen dient als Namensgeber für die „Silver Hill Bluegras Band“, die den nunmehr dritten Neujahrsempfang der Calauer CDU musikalisch umrahmt. Von der Band gibt es guten Irish Folk und Countrysongs auf die Ohren.

Politisch wird es natürlich auch. Als Ehrengäste dürfen sich der Landesvorsitzende der CDU Brandenburg, Ingo Senftleben („Wird er der neue Ministerpräsident?“, tuschelt der Nachbartisch), die Landtagsabgeordnete Roswitha Schier und der OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) präsentieren. Senftleben würdigt das ehrenamtliche Engagement, lobt die Calauer Rückkehraktionen, setzt landesweit – sicher auch im Sinne des beginnenden Wahlkampfes – auf ein neues Gesetz für den Schutz von Rettungskräften bei Einsätzen und will „auf Bundesebene für die Einführung einer Grundrente ab 2020 kämpfen“. Den Calauern macht Senftleben Mut „auch für die Zeit nach der Braunkohle“. „Es soll kein Nörgelwahljahr werden“, so der Landesvorsitzende.

Die herausragende Bedeutung der Feuerwehr wird vom CDU-Ortsvorstandsvorsitzenden Gerd Kasprick betont: „Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 127 Einsätze unserer Feuerwehr – ohne Ortsteile. Wir fordern, dass wir erst mit einem bestätigten Gefahrenabwehrbedarfsplan der Feuerwehr den neuen Haushalt beschließen. Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Stadt, ihr müssen wir zuerst gerecht werden“, so Kasprick. „Gerade nach dem vergangenen Jahr muss jeder verstanden haben, wie wichtig unsere Kameraden sind.“

Während die Band wieder aufspielt, einige Gäste mitwippen und sich das eine oder andere Häppchen angedeihen lassen, kommen wichtige Projekte für 2019 zur Sprache. „35 000 Euro sollen aus der Stadtkasse für den Bau eines Aussichtsturmes in die Nachbar-Gemeinde Luckaitztal fließen. Das macht nur Sinn, wenn wir kommunalpolitisch enger und verbindlich mit dem Amt Altdöbern zusammenarbeiten. Das sollte die Zielstellung der Verwaltung sein“, so Gerd Kasprick.

Positiv hervorgehoben wird der Radweg von Calau nach Lübbenau, der nun ganz oben auf der Prioritätenliste des Regionalen Entwicklungskonzeptes für die Spreewald-Niederlausitzer Tagebaufolgelandschaften steht und nun umgesetzt werden kann. Auch die Sanierung der Straße der Jugend wird erfolgen, damit die Bürger die Kita „Calauer Spielträume“ sicher erreichen können.

„In diesem Jahr sollten auch Lösungen für die Calauer Sportstätten gefunden werden“, so Kasprick. Vereine und Träger der Einrichtungen müssten aufeinander zugehen. Weiter etablieren wolle man auch den Unternehmerstammtisch, der sich am 24. Januar treffen wird.