Im Vetschauer Hauptausschuss haben sich die anwesenden sieben stimmberechtigten Abgeordneten für die Eilentscheidung des Bürgermeisters Bengt Kanzler (parteilos) und des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zur überplanmäßigen Haushaltsausgabe in Höhe von 140 000 Euro für den geplanten Park & Ride Parkplatz am Bahnhof ausgesprochen. Der Eilantrag soll in der Stadtverordnetenversammlung endgültig beschlossen werden.

Im September 2019 war die Leistungsvergabe an die Firma Matthäi erfolgt, Ende Oktober wurde mit dem Neubau eines Umstiegsparkplatzes zur Schaffung einer „Park+Ride-Anlage begonnen. Bei den Rodungs-, Abbruch- und Erdarbeiten wurde festgestellt, dass der Oberboden nach dem Aushub nicht wiederverwendbar sei und nicht wieder eingebaut werden könne. Zusätzlicher Oberboden wurde notwendig.

Keller mit illegalem Bauschutt gefunden

Außerdem wurde festgestellt, dass der Aushubboden eine zu große Menge Bauschutt enthält, wodurch er als Bauschutt deklariert wird und somit höhere Verwertungskosten entstehen. „Letztendlich wurde bei den Aushubarbeiten ein verdeckter, nicht bekannter und mit illegalem Bauschutt verfüllter Keller gefunden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Nach Begutachtung durch einen Baugrundgutachter müsse der Bauschutt des Kellers ausgekoffert und verwertet werden. Dadurch entstehen weitere Aushub-, Transport- und Verwertungskosten. Zusätzliche Haufwerke und ein Zwischenlagerplatz sind notwendig geworden.

Für den Zwischenlagerplatz konnte ein Grundstück der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Die finanziellen Nachträge dafür betragen rund 133 000 Euro. Hinzu kommen Mehrkosten für die Planung in Höhe von etwa 7000 Euro. Die gesamte Maßnahme muss bis zum 30. Juni 2020 abgeschlossen und gegenüber den Fördermittelgebern abgerechnet sein.