Von Rüdiger Hofmann

Mit 17 Kandidaten für die Wahl zur Calauer Stadtverordnetenversammlung (SVV) hat die CDU die meisten Vorschläge aller Parteien für die Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 eingereicht. Zugelassen wurden die Kandidaten um Norwin Märkisch (Bürgermeister a. D.) in der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses bereits am 21. März. Insgesamt werden am kommenden Sonntag 18 Vertreter für die neue Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Die SPD um André Bareinz (Möbelpolsterer) schickt sechs Vertreter ins Rennen, bei der Partei Die Linke um Fraktionsvorsitzenden Mario Dannenberg (Angestellter) sind es elf. Die Ländliche Wählergemeinschaft (LW) hat sich mit neun Vertretern inklusive Peter Schollbach (Landwirt) aufgestellt. Die Grünen operieren mit vier Kandidaten, darunter die Künstlerin Kerstin Hellmich. Während sich vor fünf Jahren zur Kommunalwahl noch Kandidaten der DSU und von Die Partei haben aufstellen lassen, so rücken in diesem Jahr Vertreter der AfD ins Blickfeld. Vorsitzender des Ortsverbandes ist Harald Petrick (Bauingenieur), fünf Vertreter gehen hier ins Rennen. Auch die NPD mit dem einzigen Kandidaten Gerd Holzgräbe (Postzusteller) ist für die Kommunalwahl zugelassen.

In der Amtsperiode von 2014 bis 2019 stellte die CDU in der Calauer SVV die größte Fraktion mit sieben Sitzen, gefolgt von Die Linke mit vier, der SPD mit drei und der Ländlichen Wählergemeinschaft mit zwei Sitzen. Insgesamt gab es in diesen fünf Jahren rund 50 Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, 140 Ausschusssitzungen, und es wurden mehr als 340 Beschlüsse gefasst, teilte Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) in der Stadtverordnetenversammlung vergangene Woche mit. Die Wahl des Bürgermeisters hingegen steht am 26. Mai NICHT an. Die Stadtspitze wurde zuletzt am 24. September 2017 gewählt.

Betrachtet man die Altersstruktur der Bewerber, so stellt Swen Rademacher mit Jahrgang 1989 den jüngsten Kandidaten. Rademacher tritt für die CDU an. Er ist einer der Käufer des Calauer Bahnhofs (die RUNDSCHAU berichtete). Die Linke schickt mit Joachim Klaus Burkhardt (Jahrgang 1940) den ältesten Vertreter in die Wahlen. Im nächsten Jahr wird der Rentner 80 Jahre.

Am 26. Mai werden zudem in allen elf Calauer Ortsteilen auch neue Ortsbeiräte gewählt. „Das ist ein gutes Zeichen und freut uns sehr, dass sich überall Kandidaten gefunden haben, die sich aufstellen“, sagt Stadtsprecher Jan Hornhauer. „Wir wollen, dass nicht nur die Kernstadt lebendig ist“, so Hornhauer.

Auch die Europawahl findet an dem besagten Sonntag statt. Zudem tritt die Bevölkerung an die Wahlurne, um die Kreistage neu zu bestimmen.

Die Wahlbeteiligung lag 2014 für die Gemeindevertretung Calau bei 51 Prozent bei rund 7050 Wahlberechtigten. Damit lag sie über der Wahlbeteiligung von Lübbenau (46 Prozent). Die Verwaltung hofft auch in diesem Jahr auf ähnlich hohe Wahlbeteiligung in den 15 Wahllokalen, darunter in der DRK-Tagespflege, der Calauer Oberschule und dem Bauamt der Stadt.