Von Rüdiger Hofmann

Die Baumaßnahmen an und in der Lübbenauer Oberschule „Ehm-Welk“ sollen im Zeitraum 2019 und 2020 über die Bühne gehen. Darüber hat die Immobilienbeauftragte der Stadt, Kerstin Schäfer, in dieser Woche im Lübbenauer Ausschuss für Bildung, Kultur, Jugend und Sport die Abgeordneten informiert.

„Das Bauantragsverfahren läuft seit Dezember des vergangenen Jahres“, sagt Kerstin Schäfer. In diesem Jahr soll nun mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden. Aller Voraussicht nach spätestens im Sommer. Zu den Maßnahmen zählt die barrierefreie Erschließung der Oberschule in allen Etagen durch den Anbau eines Aufzuges an der Fassade des Gebäudes. Zudem ist die Sanierung des Fettabscheiders ebenso geplant wie die partielle Dachsanierung. „Des Weiteren werden die Akustikmaßnahmen in den Klassenräumen überarbeitet, und es soll einen Netzausbau für eine zeitgemäße Digitalisierung in der Schule erfolgen“, sagt Schäfer. „Der Aufzug hat zunächst Priorität“, so die Bereichsleiterin vom Fachbereich 3 (Grundstücks- und Gebäudemanagement).

Die Kosten für die genannten Maßnahmen belaufen sich auf rund 950 000 Euro, wovon rund 480 000 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP) des Landes Brandenburg bewilligt worden sind. Bis 2019 wird das Land im Rahmen des KIP nach Beschluss des Nachtragshaushaltes 2018 insgesamt 158 Millionen Euro in die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur investieren: In die Bildungsinfrastruktur rund 80 Millionen, in die Verkehrsinfrastruktur insgesamt 20 Millionen, in die Feuerwehrinfrastruktur 35 Millionen und in die Freizeit- und Sportinfrastruktur insgesamt 23 Millionen Euro.

Generell ist auf der Grundlage des von den Stadtverordneten beschlossenen Schulentwicklungskonzeptes für den Zeitraum 2017 bis 2022 die Grundschullandschaft in der Stadt Lübbenau schrittweise umzugestalten. Demnach soll das Gebäude des Jenaplanhauses künftig als zweizügige Grundschule umgebaut und für den Umzug der Traugott-Hirschberger-Grundschule vorbereitet werden. Parallel dazu sind die Außenanlagen an eine Schul-, Hort- und Kitanutzung anzupassen. Der Zeitraum der Maßnahmen wird sich bis 2022 erstrecken.

Energetisch saniert wurde das Gebäude bereits 2010. Mit dem Umzug der Jenaplanschule in das Gebäude des ehemaligen Oberstufenzentrums kann anschließend auch eine Vielzahl an Raumproblemen im Bildungs- und Vereinsbereich gelöst werden. Die Räumlichkeiten würden dann noch für den neuen Bedarf saniert.

Die Werner-Seelenbinder-Grundschule hingegen ist als dreizügige Grundschule einschließlich Hortnutzung an der Kapazitätsgrenze angelangt. Im Innenbereich saniert wurde das Gebäude bereits 2011. Die noch notwendigen Umbaumaßnahmen begrenzen sich auf bauliche Aktivitäten zur Anpassung der vorhandenen Raumstrukturen an eine zweizügige Grundschule und dafür notwendige bauliche und technische Instandhaltungsmaßnahmen. Auch hier ist die Errichtung eines Aufzuges vorgesehen und die Fassade energetisch zu sanieren.