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| 18:00 Uhr

Neue Kindertagesstätte in der Spreewaldstadt
Kita „Sagenhaft“ in Lübbenau

In das Gebäude der ehemaligen Kita Diesterweg im Lindenweg 10 in der Neustadt zieht im Oktober die neue Einrichtung ein, die voraussichtlich „Sagenhaft“ heißen wird.
In das Gebäude der ehemaligen Kita Diesterweg im Lindenweg 10 in der Neustadt zieht im Oktober die neue Einrichtung ein, die voraussichtlich „Sagenhaft“ heißen wird. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Konzept und Namensvorschlag des Erzieherinnen-Teams kommen bei Abgeordneten gut an. Von Daniel Preikschat

Der Name klingt nicht unbescheiden. „Sagenhaft“ soll die Kindertagesstätte heißen, in der vermutlich ab 15. Oktober im Lindenweg 10 in Lübbenau zehn bis 15 Kinder betreut werden. Der für eine Kita ungewöhnliche Name soll aber nicht in erster Linie zum Ausdruck bringen, dass die Einrichtung sagenhaft gut ist, sondern „den pädagogischen Schwerpunk widerspiegeln“. Kindgerecht, heißt es in der Beschlussvorlage für die Namensgebung, soll in der pädagogischen Arbeit der Spreewald mit seiner sagenhaften Natur, Pflanzen- und Tierwelt veranschaulicht werden. Der Name sei ein Gebilde, der Raum lässt für Fantasie und märchenhaft klingt.

Das pädagogische Konzept näher erläutert bekamen die Lübbenauer Stadtverordneten kürzlich im Sozialausschuss von Kita-Leiterin Nicole Lehnig. Mit vier weiteren Erzieherinnen, die alle bereits in Lübbenauer Einrichtungen gearbeitet haben, wurde bis zuletzt daran gefeilt. Im Sinne Maria Montessoris und Emmi Piklers soll die Eigenmotivation der Kinder gestärkt, sie dabei begleitet werden, sich selbst die Welt zu erschließen. Wert gelegt wird auf viel Zeit draußen in der Spreewald-Natur, die aus Sicht Nicole Lehnigs „viele Lernchancen“ bietet. Hiesigen Bräuchen, Traditionen und Sagen wolle man gemeinsam nachspüren. Weiterer Schwerpunkt wird eine gesunde Ernährung sein. Die Kinder sollen Lebensmittel aus der Region kennenlernen, sich selbst das Essen auf den Teller tun, nicht gesüßte Getränke zu sich nehmen.

Wie Fachbereichsleiter Rainer Schamberg im Ausschuss ergänzte, soll die Einrichtung von 6 Uhr bis 17 Uhr geöffnet sein. Wahrscheinlich wird es im Sommer keine Schließzeit geben, mit Rücksicht auf die vielen Beschäftigten in der Tourismusbranche. Stattdessen könnte die Einrichtung im Herbst oder Winter schließen. Nach Einschätzung Schambergs wird die neue Kita mindestens drei Jahre lang im Haus der ehemaligen Kita Diesterweg untergebracht sein. Hier seien noch einige Umbauten vorzunehmen, beispielsweise eine behindertengerechte Toilette einzubauen.

Vor dem 15. Oktober, sagte der stellvertretende Bürgermeister, werde die Einrichtung daher wohl nicht eröffnet werden können. Beabsichtigt sei, die neue Kita später in das Gebäude einziehen zu lassen, das derzeit noch die Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Altstadt nutzt. Die Grundschule wiederum wird zuvor in das Jenaplanhaus in der Poststraße umziehen.

Die Ausschussvorsitzende Carola Krahl (SPD) lobte, wie zügig Verwaltung und Erzieherinnen gemeinsam ein überzeugendes pädagogisches Konzept erarbeitet haben. Offenbar reizte aber die fünf Erzieherinnen die neue Aufgabe. Recht zügig, so Rainer Schamberg, meldeten sie sich bei der Stadtverwaltung. Wie sich schnell zeigte, lag man mit den jeweiligen pädagogischen Vorstellungen nicht weit auseinander.

Außer dem Konzept kam auch der Namensvorschlag gut an bei den Abgeordneten. Einstimmig wurde er befürwortet. Entschieden freilich wird darüber erst in der Stadtverordnetenversammlung am 10. Oktober. Carola Krahl meldete bereits einen Besuch der Ausschussmitglieder in der Kita an.