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Kinderprogramm
Kinder-Begleitung im Sinne Albert Schweitzers

Andrang vor dem WiS-Kindertreff in der Neustadt, den es nun schon seit fünf Jahren gibt.
Andrang vor dem WiS-Kindertreff in der Neustadt, den es nun schon seit fünf Jahren gibt. FOTO: WIS Wohnungsbaugesellschaft im S / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Lübbenau. Seit fünf Jahren gibt es in der Lübbenauer Neustadt den WiS-Kindertreff. Über 30 000 Besucher haben ihn seither genutzt. Von Daniel Preikschat

Die siebenjährige Lea freut sich: „Guck mal, wie mein Armband leuchtet“, erzählt sie stolz den anderen Mädchen und Jungen. Zusammen mit den Betreuern feiern sie eine Neon-Party im WiS-Kindertreff im Schweitzer Eck.

Einen Grund zum Feiern brauchen die Kinder natürlich nicht, doch es gibt einen: Seit fünf Jahren nun schon kümmern sich die Erzieher Evelyn Kalz und ihr Kollege Christian Lehnigk in dem modern umgebauten ehemaligen Wäschestützpunkt um die kleinen Besucher. „Viele unserer Stammgäste“, erzählt Christian Lehnigk „haben bei uns ihr zweites Zuhause.“ Sie würden sich wohl fühlen im Treff, hier mit Freunden gemeinsam ihre Freizeit verbringen. Wobei Kalz und Lehnigk ständig Spiel- und Beschäftigungsangebote machen.

Freitags zum Beispiel ist Eltern- beziehungsweise Oma & Opa-Tag und es wird gemeinsam etwas unternommen. Zuletzt wurden Schilder aus Holz und kleine Windlichter gebaut. Sie sollen am 27. Oktober beim WiS-Herbstfest am wis-a-vis verkauft werden. In den Herbtsferien werden Stockbrot und Popcakes gebacken. Geplant, so Christian Lehnigk, sei auch ein Besuch bei der Feuerwehr und im Kino.

Exakt 30 419 Besuche von Kindern wurden in der Freitzeiteinrichtung registriert. Die WiS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald, die das Angebot für ihre Mieter 2012 geschaffen hat, will Kinder dort sinnvoll beschäftigt wissen, wie Geschäftsführer Michael Jakobs betont. „Unser Anliegen ist es nicht, die Kinder komplett zu erziehen. Wir möchten ihnen vielmehr gutes Rüstzeug für ihren Lebensweg mitgeben’“, führt Jakobs weiter aus.

Evelyn Kalz und Christian Lehnigk wollen die Fähigkeiten der Kinder fördern, ihnen Mut machen, sie alle gleich behandeln. Dies sei ganz im Sinne Albert Schweitzers, dem Namensgeber für das WiS-Wohnquartier. Was es mit dem menschenfreundlichen Arzt und sozial engagierten Philosophen auf sich hat, wollen die Erzieher den Kindern demnächst ebenfalls näher bringen. Evelyn Kalz: „Wir planen eine Projektwoche, in der wir mit den Kindern Schweitzers Weg erarbeiten wollen.“