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Keine einzige Schneeflocke im Februar

Das warme Februar-Wetter sorgte bereits für ein emsiges Treiben in der Natur – so wie diese Biene in einem Boblitzer Garten.
Das warme Februar-Wetter sorgte bereits für ein emsiges Treiben in der Natur – so wie diese Biene in einem Boblitzer Garten. FOTO: Marx/bdx1
Boblitz. Die Rekordstatistiken scheinen im viertwärmsten Winter seit über 130 Jahren bei den Meteorologen kein Ende zu nehmen. Auch der zweite Monat im Jahre 2014 fiel durch seine hohen Tagestemperaturen, lange Sonnenscheindauer und den ausgebliebenen Niederschlag auf. B. Marx/bdx1

In der Natur zeigten sich Schneeglöckchen, Krokusse und Weidekätzchen zuhauf.

Im Lübbenauer Ortsteil Boblitz-Süd wurde an nur sechs Tagen, von insgesamt 28 Tagen des Monats Februar, frühmorgens um 6.50 Uhr ein Minuswert auf dem Thermometer abgelesen. Die tiefste Temperatur war gleich am Monatsbeginn mit minus vier Grad Celsius. In 15 Nächten lag die Temperatur im Minusbereich.

An keinem einzigen Tag lag die Tageshöchsttemperatur unter dem Nullpunkt. Der Tageshöchstwert wurde am 25. Februar mit 15 Grad Celsius um 15 Uhr abgelesen. Am 7., 24. und am 26. Februar waren es schon beachtliche 13 Grad. An 18. Februar-Tagen erreichte das Thermometer die 10-Grad-Markierung.

Die Sonne hatte im Februar nur einen einzigen "Urlaubstag". Nur am zweiten Monatstag war sie hinter einer dichten Wolkendecke verdeckt. Insgesamt brachte es "Klärchen" zur Freude aller Spaziergänger, Kleingärtner und Sportfreunde auf 133 Sonnenscheinstunden. Am 23., 24. und am 25. Februar schien sie täglich zehn Stunden lang, ununterbrochen von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

Der Regenschirm wurde an acht Tagen benötigt. Der höchste Niederschlag fiel mit zwei Millimetern, also zwei Litern auf einen Quadratmeter, am 21. Februar. Im Februar fiel keine einzige Schneeflocke. Die letzten Schneereste waren am 4. Februar durch den musikalischen und fröhlichen Kehraus der zampernden Jugend im Dorf verschwunden.

Der Boblitzer Naturhafen war, trotz einer entstandenen Eisstärke von 22 Zentimetern am 30. Januar 2014 im Hafenareal, am 10. Februar wieder völlig eisfrei. Selbst an der Eiskante des Hafens, zum offenen und fließenden Wasser der Oberen Boblitzer Kahnfahrt, wurde Ende Januar eine zehn Zentimeter starke Eisstärke registriert.