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| 15:57 Uhr

Besondere Tierfang-Aktion
Katzen-Kastration in Vetschau

Sind Katzen nicht kastriert, haben sie einen deutlich größeren Bewegungsradius. Das erhöht die Gefahr von Verletzungen oder Unfällen. Freilaufende, ungekennzeichnete Katzen sollen nun in Vetschau gefangen, tierärztlich untersucht, gekennzeichnet, kastriert und wieder der Freiheit überlassen werden.
Sind Katzen nicht kastriert, haben sie einen deutlich größeren Bewegungsradius. Das erhöht die Gefahr von Verletzungen oder Unfällen. Freilaufende, ungekennzeichnete Katzen sollen nun in Vetschau gefangen, tierärztlich untersucht, gekennzeichnet, kastriert und wieder der Freiheit überlassen werden. FOTO: dpa-tmn / Markus Scholz
Vetschau. Ordnungsamt startet mit Maßnahmen zur Eindämmung herrenloser, freilaufender Tiere. Von Rüdiger Hofmann

Die Stadt Vetschau wird mit den beiden großen Vermietern Wohnbaugesellschaft Vetschau mbH & Co. KG (WGV) und der Vetschauer Wohnungsgenossenschaft e.G. (VWG) sowie einem Tierarzt aufgrund der hohen Population an herrenlosen Katzen im Stadtgebiet eine Fangaktion der Tiere starten. Das hat Nadine Wegner, Fachbereichsleiterin Ordnung und Soziales, am Rande des jüngsten Hauptausschusses mitgeteilt. „Bei der Aktion, die ab November 2018 beginnen soll, werden freilaufende ungekennzeichnete Katzen tierärztlich untersucht, gekennzeichnet, kastriert und anschließend wieder der Freiheit überlassen“, sagt Wegner. Zudem sollen die herrenlosen Katzen, wenn nötig, auch medikamentös gegen übertragbare Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche und andere behandelt werden. Begonnen werde mit den Maßnahmen im Wohnquartier 1 der Juri-Gagarin-Straße.

„Alle Katzenbesitzer werden aufgefordert, Freigängerkatzen im Stadtgebiet bis Ende Oktober 2018 eindeutig kennzeichnen zu lassen, um eine Verwechslung zwischen wild lebenden und Freigängerkatzen auszuschließen“, teilt das Ordnungsamt mit. Das könne bei einem Tierarzt durch Anbringung eines Chips erfolgen.

Auch wenn die fremde Katze, die ab und zu durch den eigenen Garten schleicht, noch so charmant ist: Gefüttert werden sollten die Tiere lieber nicht. Die meisten Katzenbesitzer sind nicht gerade glücklich darüber, wenn ihr Haustier ständig woanders frisst – und das aus vielen guten Gründen. „Durch das Füttern wird die Population der Katzen erhöht und somit das Leid der Katzen verstärkt“, geht aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor. Durch immer mehr Katzen werden vermehrt Krankheiten unter den Tieren verbreitet, Singvögel gejagt und die Allgemeinheit belästigt. Außerdem werden die Tierheime durch abgegebene Fundtiere, halb verwilderte Jungtiere und oft auch ganze Würfe besetzt, sodass von zu Hause weggelaufene Katzen nicht mehr aufgenommen und an den Besitzer zurückgegeben werden können. Diese eigentlichen Hauskatzen müssen dadurch ihrem Schicksal in der Wildnis überlassen werden.

Jede vermehrungsfähige Katze, die frei draußen laufen darf, wird sich früher oder später vermehren und kann zweimal im Jahr jeweils vier bis sechs Nachkommen zeugen. Diese Nachkommen können ab dem Alter von sechs Monaten wieder neue Katzen zeugen. „Deswegen sollten männliche und weibliche Freigängerkatzen ab dem fünften Lebensmonat kastriert werden, um eine Vermehrung zu verhindern“, teilt die Stadt Vetschau mit.

Aus der „ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ in Vetschau geht hervor, „dass das Füttern von herrenlosen Hunden, Katzen und Tauben verboten ist“. Auch in der Hausordnung der VWG steht: „Das Füttern von frei lebenden Tieren (Tauben, verwilderte Katzen) innerhalb der Wohnanlage ist verboten.“

Bei Rückfragen zu den geplanten Aktionen kann das Ordnungsamt der Stadt telefonisch kontaktiert werden unter 035433-77731 oder unter der Email-Adresse: ordnung-soziales@vetschau.com.

In der Juri-Gagarin-Straße in Vetschau soll mit den Maßnahmen des Ordnungsamtes ab November begonnen werden.
In der Juri-Gagarin-Straße in Vetschau soll mit den Maßnahmen des Ordnungsamtes ab November begonnen werden. FOTO: Rüdiger Hofmann