Die Cottbuser CoPI Planungs- und Ingenieurgesellschaft hat mit den Planungen für den Ausbau der Vetschauer Pieckstraße von der Gagarinstraße bis zum Bahnübergang begonnen. Nicht nur, dass die Straße in diesem Abschnitt ein katastrophales Bild abgibt, Anwohner beklagen sich zudem über den Autolärm, der durch die vielen Unebenheiten entsteht. In den 1990er-Jahren waren lediglich die Gehwege auf beiden Seiten hergestellt und die Straßenbeleuchtung erneuert worden. Zeit also, die Straße auszubauen und eine Entwässerungsleitung zu legen.

Gebaut werden soll in diesem und im kommenden Jahr auf einer Länge von insgesamt 370 Metern zwischen der Gagarinstraße, die als Landesstraße 54 die Pieckstraße kreuzt, und dem Bahnübergang. Abhängig wird der Baubeginn vom Fördermittelbescheid gemacht. Zugesagt worden war er bereits vor Längerem. Jetzt soll er erst schwarz auf weiß in der Stadtverwaltung vorliegen.

Wie Fachbereichsleiter Sven Blümel sagt, könnte zum Sommerende mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Der erstreckt sich von der Gagarinstraße bis zur Einmündung Pestalozzistraße. Ausgebaut wird lediglich die Fahrbahn. Borde und Nebenanlagen, also auch die Gehwege, bleiben erhalten. Defekte Borde werden ersetzt. Damit ist die künftige Fahrbahnbreite festgelegt auf 5,50 Meter und in der Einengung auf 4,80 Meter. Laut Planer wird die Straße mit einer Asphaltdecke überzogen. Beidseitig sind 30 Zentimeter breite Rinnen aus Betonsteinpflaster geplant.

Wird auf dem ersten Abschnitt gebaut, soll die Einbahnstraße Pestalozzistraße als Umleitung für alle Richtungen geöffnet werden. Ob das auch nach Abschluss des Straßenbaus beibehalten werden kann, bedarf noch einiger Überlegungen. Angeregt wurde das bei der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Montagabend. Denn diese Straße sei kaum mehr bewohnt. Die Freigabe in beide Richtungen würde zudem die Pieckstraße vom Verkehr entlasten. Um vor allem auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu begrenzen, haben Anwohner bereits vorgeschlagen, die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen oder sogenannte Schikanen zu errichten. Darüber habe das Straßenverkehrsamt zu befinden. Sven Blümel allerdings hegt Zweifel an einer Umsetzung, weil es sich bei der Pieckstraße um eine Haupterschließungsstraße handelt. Die Bauarbeiten an der Straße werden auch der Stromversorger enviaM und der Wasser- und Abwasserzweckverband Calau (WAC) nutzen, um entsprechende Leitungen gleich mit zu verlegen.

Die Straßenbaubeiträge, so die Stadt, würden getrennt für die Fahrbahn und die Straßenentwässerung berechnet.