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Katasteramt steht in Startlöchern

Karten- und Grundstücksfragen werden für beide Landkreise künftig gemeinsam geklärt.
Karten- und Grundstücksfragen werden für beide Landkreise künftig gemeinsam geklärt. FOTO: Winkler
Forst/Vetschau/Cottbus. Aus ursprünglich vier Landkreisen und der Stadt Cottbus sind am Ende zwei geworden: Ab der kommenden Woche startet nun das zusammengelegte Kataster- und Vermessungsamt von Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz.

Mit der offiziellen Unterzeichnung des abschließenden Personalüberleitungsvertrages zwischen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße soll die Fusion am kommenden Dienstag endgültig besiegelt werden. In einem anschließenden Pressegespräch wollen die Landräte Harald Altekrüger (CDU) und Siegurd Heinze (parteilos) dann alle Fragen zur neuen gemeinsamen Behörde beantworten.

"Wir haben durch die Zusammenlegung der Katasterbehörden viele Erfahrungen gesammelt und sind in eine Vorreiterposition im Land Brandenburg gerückt. Diese Erfahrungen wollen wir nutzen, um die gute Zusammenarbeit zu stärken", hatte Altekrüger bereits kürzlich bei einem Treffen der Südbrandenburger Landräte erklärt.

Sitz des neuen Katasteramtes wird im Landesbehördenzentrum in Cottbus sein, wo das Vermessungswesen aus Spree-Neiße bereits seit Jahren arbeitet. Die Mitarbeiter aus Oberspreewald-Lausitz werden ab dem 1. Juni Angestellte des Landkreises Spree-Neiße. Gemeinsam sollen sie die Aufgaben im Bereich Vermessung und Liegenschaftskataster so angehen, dass "durch Synergieeffekte Einsparungen erzielt und gleichzeitig fachliche Qualität sowie Bürgernähe sichergestellt werden" können, wie die beiden Landkreise erklären. In Vetschau wird es laut öffentlich-rechtlicher Vereinbarung der beiden Landkreise eine Außenstelle des Katasteramtes geben. Daneben werden zudem die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte zusammengelegt.

Finanziert wird die fusionierte Behörde aus Mitteln, die die Landesregierung an die Landkreise überweist, sowie aus Gebühren, die für einzelne Leistungen erhoben werden. Kosten, die darüber hinaus entstehen, wollen die beiden Landkreise nach einem Verteilungsschlüssel aufteilen, der unter anderem nach der Anzahl der Flurstücke und der Fläche berechnet wird.

Die Stadt Cottbus, die auch in das fusionierte Katasteramt einsteigen wollte, hatte ihre Zusage Ende Februar überraschend zurückgezogen. Eine spätere Kooperation ist aber möglich.