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Karneval
Herrschaft mit dem Festumzug gefeiert

Der  KCA zog vom Markt in Richtung Feuerwehr. Angeführt wurde der „Zug von Oliver Rex und dem Kinderprinzenpaar Paula I. und Oskar I. in edler Pony-Kutsche. An den Zügeln: Lovisa Trogisch aus Muckwar  .
Der KCA zog vom Markt in Richtung Feuerwehr. Angeführt wurde der „Zug von Oliver Rex und dem Kinderprinzenpaar Paula I. und Oskar I. in edler Pony-Kutsche. An den Zügeln: Lovisa Trogisch aus Muckwar . FOTO: Hegewald / Hegewald Uwe
Altdöbern. Altdöberner Narren haben Bürgermeister nach draußen geschickt.

Mit frisch erworbenem Rathausschlüssel, schmaler Gemeindekasse, aber viel Getöse haben Altdöberner Karnevalisten (KCA) am Samstag die fünfte Jahreszeit eröffnet. Nach zehn Jahren Pause wurde die temporäre Herrschaft wieder einmal per Festumzug zelebriert und mit einer zünftigen Machtdemonstration am Depot der freiwilligen Feuerwehr gefeiert.

Für Cindy und David Hennig fühlte sich die Fahrt im edlen Oldtimer-Cabrio wie eine Heimreise an. „Wir wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft vom Feuerwehrdepot“, so die amtierenden KCA-Hoheiten. Seit 17 Jahren kennt sich das Paar, das schon einmal die Hand nach dem Zepter ausgestreckt hatte. Allein der sich ankündigende „Stammhalter“ Oskar machte einen Strich durch die Rechnung. Er komplettierte die Familie nach den Töchtern Lena und Nele schließlich zum Quintett.

An der Seite von Cindy I. und David I. regiert mit Namensvetter Oskar I. und Paula I. ein Kinderprinzenpaar über das Volk von Nachwuchskarnevalisten. Seit nunmehr 40 Jahren ist der KCA die karnevalistische Stimme im Ort, hervorgegangen aus der damaligen BSG Aktivist Altdöbern (heute Alemannia). „Wir zählten zur Sektion Wandern und hatten uns den Namen Wandervögel gegeben. Ein Teil wanderte, der andere Teil war der zweiten Gruppe zuzuordnen“, informierte Ehrenpräsident Siegfried Lange scherzend und zurückblickend.

Aufgrund seiner 40-jährigen Mitgliedschaft zählte das KCA-Gründungs- und Ehrenmitglied zu den Empfängern der KCA-Ehrennadel in Gold. Blumen gab es obendrauf, wie auch für Anabel Mathow und wie jedes Jahr am 11.11. – zu ihrem Geburtstag. „Seit vier Jahren ist das schon so“, erzählte die 15-jährige Oberschülerin  (Calau), die in der KCA-Nachwuchsgarde mittanzt. Mittags zählte sie zum Karnevalskonvoi, der vom Markt in Richtung Feuerwehrdepot rollte.

Im Schlepptau weitere Vereine, die auch sonst zu den tonangebenden Allianzen im Ort zählen: SSV Alemannia Altdöbern, Kegelsportverein, Feuerwehrverein, Freibadverein. Für den Anfang des Jahres fertiggestellten Prunkwagen der närrischen Gesellschaft verlief auch das Heimdebüt ohne Beanstandungen, nachdem der Wagen beim Cottbuser „Zug der fröhlichen Leute“ seine Jungfernfahrt meisterte. „Der Wagen ist ein Aushängeschild für Altdöbern“, befand Bürgermeister Peter Winzer (SPD). Ohne Rathausschlüssel wird er bis 14. Februar (Valentinstag) 2018 durch Fenster ins Rathaus steigen müssen, wenn er hinein kommen möchte. Dann endet eine der kürzesten Karnevals-Perioden der zurückliegenden Jahre überhaupt.

Umso wichtiger ist den Altdöberner Hütern des Frohsinns, die unverzügliche Umsetzung des diesjährigen Schlachtrufs „Nicht zögern – Altdöbern“. Am kommenden Freitag, 17. November, wird ins Schützenhaus der Gemeinde zu einem zünftigen Jugendfasching (20.11 Uhr) gebeten.  Einen Tag später, am 18. November, steigt die große Eröffnungsgala (19.11 Uhr) zur 40. Session – mit Showprogramm,  Geselligkeit, Kussfreiheit sowie mit dem KCA-Exportschlager, den Kott-Brüdern Denny und Ronny. Wer deren stimmungsvolle Vereinshymne in Zukunft textsicher mitträllern möchte, sollte sich im Internet unter www.karnevalsclub-altdoebern.de einloggen.