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| 14:03 Uhr

Zweites Militärfahrzeugtreffen in Bronkow im Visier
„Kalaschnikow“ rückt wieder aus

 Ein Militärfahrzeugtreffen ohne ihn ist nicht denkbar: „Kalaschnikow“ alias Uwe Gregori-Berger. Mit seinem russischen BMP-1-Schützenpanzer aus Königsbrück wird er sicher wieder viele Blicke auf sich ziehen.
Ein Militärfahrzeugtreffen ohne ihn ist nicht denkbar: „Kalaschnikow“ alias Uwe Gregori-Berger. Mit seinem russischen BMP-1-Schützenpanzer aus Königsbrück wird er sicher wieder viele Blicke auf sich ziehen. FOTO: Hofmann Rüdiger
Bronkow. Die Vorbereitungen für das zweite und in der Region größte Militärfahrzeugtreffen am 17. und 18. August in Bronkow laufen auf Hochtouren. An vorderster Front dabei: Uwe Gregori-Berger. Von Rüdiger Hofmann

Kein Militärfahrzeugtreffen ohne „Kalaschnikow“. Der Mann, der im richtigen Leben Uwe Gregori-Berger oder einfach „Gregori“ genannt wird, kann die spektakuläre Veranstaltung am 17. und
18. August in Bronkow kaum erwarten. „Ich bin jetzt schon total heiß“, sagt er. Alles, was irgendwie mit Militär zu tun hat, ist seine Leidenschaft. Sein Vater ist Russe, seine Mutter Deutsche. Heute wohnt „Kalaschnikow“ mit „seinen gut 50 Jahren“ in der Nähe von Hoyerswerda.

„Kalaschnikow“ ist absoluter Fan von zwei russischen BMP-1-Schützenpanzern aus Königsbrück, die der „Armee-Spaß-Verein Königsbrück“ 1990 von den Russen erworben hat. Einen davon wird Gregori auch in diesem Jahr wieder vorfahren. Oder besser gesagt, von einem Spezial-Tieflader vorfahren lassen, wenn sich Liebhaber von Kettenkolossen, Feldküche, Militärmarkt und Motorrädern mit Seitenwagen in Bronkow einfinden. Es ist das nunmehr zweite und in der Region wohl größte Militärfahrzeugtreffen, bei dem die Besucher am Samstag und Sonntag jeweils ab zehn Uhr sogar selbst Panzer fahren dürfen.

Vergangenes Jahr war schon ein Erfolg, aber dieses Jahr setzen wir noch einen drauf“, sagt Veranstalter Harald Petrick aus Calau. „Bisher haben wir bereits 40 Militärfahrzeuganmeldungen aus Zeithain, Torgau, Leipzig, Dresden, Bautzen, Cottbus, Peitz und Vetschau. Auch Thüringer haben sich angekündigt. Das ist momentan das Doppelte vom vergangenen Jahr“, so Petrick. Hervorzuheben sind der BMP-1 und ein Bergungspanzer Baujahr 1977. Auch amerikanisches und russisches Militärgerät wird dabei sein, NVA-Technik und Motorräder mit Seitenwagen von den Baujahren 1917 bis 1945. Ob auch ein Jagdpanzer 38 (t) (im Volksmund auch „Hetzer“ genannt) organisiert werden kann, ist noch offen.

Stolz ist Petrick auf das Rahmenprogramm. So konnte er mit „Starfucker“ die berühmte Berliner Rolling-Stones-Coverband akquirieren. Sie wird am Samstag ab 21 Uhr den Besuchern einheizen. Darüber hinaus gibt es Disco-Dream-Sound aus Vetschau. Der Parkplatz für die Besucher wird im Dorfzentrum von Bronkow eingerichtet.

Dort standen im vorigen Jahr sämtliche Fahrzeuge und die Bühne, doch der Platz reicht nun nicht mehr aus. „Daher ziehen wir um auf die große Wiese in Richtung Flugplatz“, sagt Petrick. Ausschilderungen wird es geben, sodass sich Gäste – auch von der A 13 kommend – gut zurechtfinden. Ein Busshuttle von Calau nach Bronkow und zurück werde eingerichtet. Ab 9.30 Uhr könne an beiden Tagen vom Calauer Busbahnhof gestartet werden. „Wir planen auch kurzweilige Ausfahrten mit den Militär-
fahrzeugen, wofür wir derzeit die Genehmigungen einholen“, sagt Petrick.

5000 Flyer von dem Treffen hat er bereits drucken lassen, 4000 sind schon verteilt. Für weitere Fahrzeug- und Standanmeldungen ist der Veranstalter unter 0172 357 5344 erreichbar.

 Panzer wie der BMP-1 müssen auch in diesem Jahr wieder per Spezialtransporter und Tieflader angeliefert werden.
Panzer wie der BMP-1 müssen auch in diesem Jahr wieder per Spezialtransporter und Tieflader angeliefert werden. FOTO: Hofmann Rüdiger