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Kahnfährleute berufen sich auf das Ordnungsrecht

Der Spreewald lässt sich auch im Winter im Kahn erkunden. Nur sorgen milde Temperaturen und ab und zu etwas Sonnenschein wie in den vergangenen Tagen fast für Frühlingsgefühle. Trotzdem starteten einige Gäste am Großen Hafen in Lübben zu einer Winterkahnfahrt. Decken sind im Kahn und ein Heißgetränk gibt es auch. Ab dem Großen Hafen in Lübbenau finden täglich um 11 Uhr und um 13 Uhr Kahnfahrten statt.
Der Spreewald lässt sich auch im Winter im Kahn erkunden. Nur sorgen milde Temperaturen und ab und zu etwas Sonnenschein wie in den vergangenen Tagen fast für Frühlingsgefühle. Trotzdem starteten einige Gäste am Großen Hafen in Lübben zu einer Winterkahnfahrt. Decken sind im Kahn und ein Heißgetränk gibt es auch. Ab dem Großen Hafen in Lübbenau finden täglich um 11 Uhr und um 13 Uhr Kahnfahrten statt. FOTO: Peter Becker
Lübbenau. Nach der RUNDSCHAU-Berichterstattung über die aufdringliche Kundenwerbung einzelner Kahnfährleute gibt es heftige Reaktionen. Vertreter mehrerer Kahnfährunternehmen in Lübbenau betonen, dass sie gemeinsam gegen das aus ihrer Sicht illegale Verhalten vorgehen wollen. (dpr)

So haben zehn Kahnfährleute aus vier Unternehmen das Schriftmaterial für eine Mappe zusammengestellt, die Bürgermeister und Landrat übergehen worden ist. Darin enthalten sei nicht nur "Beweismaterial" wie im Artikel erwähnt. Auch Hinweise auf die rechtliche Situation seien gegeben worden.

Aus Sicht der Unternehmen habe die Stadt sehr wohl eine Handhabe, um gegen unerlaubte Werbung vorzugehen. Verwiesen wird dabei auf eine ordnungsrechtliche Verordnung der Stadt Lübbenau. Laut dieser Verordnung ist es etwa nicht gestattet, Leistungen durch Ausschellen oder Ausrufen anzubieten. Weiter dürfen auch keine Werbetafeln oder andere Werbeträger aufgestellt oder angebracht werden. Das könne mit Verwarn- oder Bußgeldern von zehn bis 500 Euro geahndet werden.

Reagiert auf den Artikel hat aber auch ein Kahnfährmann, dessen Anlegestelle abseits der vier Häfen liegt und der sich zu Unrecht als unseriös bezeichnet sieht. Ihm und anderen Kahnfährleuten bleibe kaum etwas anderes übrig, als auf der Straße zu werben.