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| 15:57 Uhr

Spreewald- und Schützenfest
Kähne zeigen Vielfalt Lübbenaus

Auch dieses Jahr werden sich mehrere Musikkähne in den Korso einreihen.
Auch dieses Jahr werden sich mehrere Musikkähne in den Korso einreihen. FOTO: Janice Mersiovsky / Stadt Lübbenau
Lübbenau. Beim Korso Anfang Juli reihen sich mindestens 30 Teilnehmergruppen ein. Von Daniel Preikschat

Aufgereiht wie an einer Perlenschnur ziehen am 8. Juli in Lübbenau wieder mindestens 30 geschmückte Kähne an den Betrachtern vorbei. Möglichst viele Facetten der Spreewaldstadt und ihrer Geschichte sollen gezeigt werden während der zweistündigen Fahrt vom Großen Spreewaldhafen nach Lehde und wieder zurück. Es ist der Höhepunkt eines der bedeutendsten Feste im Spreewald, das vergangenes Jahr rund 42 000 Menschen besucht haben.

Welche Vereine, Unternehmen, Behörden, Musik- und Trachtengruppen es im Einzelnen sind, die sich auf den Kähnen präsentieren, und in welcher Reihenfolge sie fahren, steht noch nicht genau fest. Daniel Schmidgunst von der Spreewald-Touristinformation konnte am Montag bei einem Treffen der Organisatoren und Teilnehmer in der Bunten Bühne aber sagen, dass Schützengilde, Spreewelten, TSG Lübbenau, der Verein Rubisko und die Musikschule Fröhlich ziemlich sicher wieder dabei sein werden. Die beiden Horte „So aktiv“ und „Vielfalt“ wollen ebenfalls in diesem Jahr teilnehmen, außerdem zwei Kindergärten. Weiter hoffen die Veranstalter auf die Teilnahme der Simson-Freunde aus Kittlitz und der Lübbenauer Fotogruppe elektron. Musikalische Verstärkung erwarten die Lübbenauer Veranstalter aus Görlitz vom Shanty-Chor und aus Tettau vom Schalmeienorchester. Die Samba-Trommler Los Pepinos aus Cottbus werden voraussichtlich am Großen Spreewaldhafen das Publikum auflockern. So schön die Kahnkorso-Idee auch ist – sie zu realisieren, ist Jahr für Jahr sehr herausfordernd. Dies wurde bei dem Treffen am Montag ebenfalls deutlich. „Hauptproblem“ aus Sicht von Schmidgunst, der beim Organisieren von Antje Kaczmarek aus der Stadtverwaltung unterstützt wird: „Es gibt immer mehr Interessenten als Kähne.“ Trotzdem würden sich Daniel Schmidgunst und Antje Kaczmarek über noch mehr Interesse an der Teilnahme freuen. Es gebe sicher noch viele Vereine, Bildungseinrichtungen, Firmen oder Behörden mit langer Tradition in Lübbenau, die das Kahnkorso-Bild noch facettenreicher machen würden, so Schmidgunst.

Weiter wurden Montag noch einige praktische Probleme angesprochen, die mit der Durchführung des Korsos zu tun haben. Parkplätze bekomme jeder Teilnehmer zwar angeboten, so Antje Kaczmarek. Aber nicht alle werden nur zwei, drei Gehminuten vom Veranstaltungsort entfernt sein. Nicht schön anzusehen sei derzeit ein abgesperrter, weil sanierungsbedürftiger Uferabschnitt am Rosengarten, wie die Rathausmitarbeiterin einräumen musste. Die Stadt mache Druck, das hier bis zu dem Juli-Wochenende noch etwas passiert. Andernfalls könnte man eventuell mit Deko-Elementen für einen schöneren Anblick sorgen. „Nicht so entscheidend“, so Schmidgunst auf Nachfrage, sei, in welcher Reihenfolge die Kähne fahren. Zu achten sei aber darauf, dass zwischen ihnen keine größeren Lücken entstehen. Helfen könnte der Hinweis eines Kahnfährmanns, der vorschlug, vorn einen langsamen Doppelkahn fahren zu lassen.