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Junge Leute haben heute wieder Perspektive in Lehde

Bezaubernd wie im vorigen Jahr – hier der Blumenkahn mit der Gurkenkönigin – wird der Kahnkorso gewiss auch am kommenden Sonntag.
Bezaubernd wie im vorigen Jahr – hier der Blumenkahn mit der Gurkenkönigin – wird der Kahnkorso gewiss auch am kommenden Sonntag. FOTO: Kandora
Lehde. Eines der schönsten Feste im Spreewald wird am kommenden Wochenende zum 26. Mal gefeiert – das Lehde-Fest. Hannelore Kuschy

Spielmannszug und Trachtenfrauen werden es am Samstag um 11 Uhr eröffnen. Einen Mordsspaß verspricht ab etwa 16.30 Uhr das Einbaum-Wettfahren und ab 19 Uhr wird im Festzelt getanzt.

Traditionell wird Lehde beim Kahnkorso am Sonntag ab 14 Uhr voller Besucher sein, denen auch für dieses Jahr Gänsehaut-Gefühl versprochen wird - auch beim musikalischen Abschluss mit großem Schaubild aller Kähne gegen 16 Uhr. Anschließend erwartet die Gäste ein Platzkonzert am Festzelt. Im gesamten Dorf wird zudem eine Menge Abwechslung geboten.

Seit 25 Jahren macht sich der Förderverein Lehde verdient um diesen Ort und den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft. Das hat der Verein genutzt, um auf dieses Vierteljahrhundert zu schauen. Ehrenmitglied Manuela Filko sagte: "Nur durch das Engagement aller Lehdschen konnte ein Verein für das Dorf und das heutige Lehde-Fest auf die Beine gestellt werden, um mit dessen Einnahmen Traditionen, Dorfcharakter und die Kulturlandschaft zu erhalten", betonte sie. So schob der Verein viele Projekte an wie die Erhaltung und Bewirtschaftung der Ackerflächen und Spreewaldwiesen per Kahn und der typischen Hofansicht zum Fließ und den Umbau des "Kleinen Hechts" zum Vereinshaus. 25 Jahre Lehde-Fest jedes Jahr im September habe den Zusammenhalt aller Bewohner, Vereine, Feuerwehren, Kahnfährunternehmen, Gastwirtschaften und Sponsoren sowie der Stadtverwaltung Lübbenau erfordert, um finanzielle Mittel für die Aufgaben des Vereins zu erwirtschaften. Viele junge Leute, so sagte sie, hätten heute wieder eine Perspektive im Ort, die Aussicht, hier zu arbeiten und die Gehöfte mit ihren Kindern weiterzuführen.

2013 kam es laut Christin Kandora zum Generationswechsel im Vereinsvorstand. Die Jungen kümmern sich weiterhin vor allem um die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft und um das Leben der Einwohner am und mit dem Wasser lebenswert zu gestalten.