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| 02:52 Uhr

Jugend aus dem Norden dominiert den Feuerwehrsport

Ehrgeizige Nachwuchsfeuerwehrleute an der Station "Löschen" in der 5 x 80 m Feuerwehrstafette.
Ehrgeizige Nachwuchsfeuerwehrleute an der Station "Löschen" in der 5 x 80 m Feuerwehrstafette. FOTO: Mirko Sattler
Hosena. Dass sich die Nachwuchsarbeit bezahlt macht, darauf kann Kreisjugendfeuerwehrwart Fred-Hagen Karzenburg stolz sein. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag am Samstag auf dem Hosenaer Sportplatz zeigten die Nachwuchsfloriansjünger ihr Können. Mirko Sattler

30 Mannschaften, darunter neun reine Mädchenmannschaften, kämpften beim diesjährigen Kreisjugendfeuerwehrtag in drei Disziplinen um die begehrten Medaillen und Pokale. "Im Jahr des 20. Bestehens der Jugendfeuerwehr unseres Ortsteiles Hosena veranstaltet die Stadt Senftenberg zum ersten Mal solch einen Kreisjugendfeuerwehrtag. Ich bewundere die Jugendwarte, mit welchem Elan sie die Kinder bei der Stange halten und die Lust für die Feuerwehr fördern", sagte Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich am Rande der Veranstaltung.

Vor allem die Jugendmannschaften aus dem Nordkreis sind es, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beitragen. "Der Südkreis ist schwach vertreten, obwohl jede Stadt bzw. jedes Amt insgesamt zwölf Mannschaften hätte stellen können. Dieser Wettkampf hat bei den Mannschaften aus dem Nordkreis eine viel größere Bedeutung als jene aus dem Süden. Sie knien sich mehr rein. Dafür legen die Feuerwehren aus dem Süden mehr Wert auf Spiel und Spaß in Verbindung mit der Ausbildung", resümiert Fred-Hagen Karzenburg.

Mit Zeiten von 26 bis 30 Sekunden in der Disziplin Löschangriff nass, anderthalb Minuten bei der 5 x 80m-Feuerwehrstafette sowie rund zwei Minuten bei der Gruppenstafette sind die Kinder- und Jugendmannschaften im Landesvergleich recht gut. "Der Kreis Calau war in Sachen Feuerwehrsport schon immer bestens aufgestellt. Schon vor der Wende waren Kindermannschaften bei den DDR-Meisterschaften gut. In diesem Jahr nehmen zwei Mannschaften aus Groß Lübbenau an den Landesmeisterschaften der Jugendfeuerwehr im September in Ludwigsfelde teil", so Karzenburg weiter.

Um die Wettkämpfe auf Kreisebene spannend zu gestalten und den Kampfesgeist bei den Nachwuchsfeuerwehrmännern und- frauen zu stärken, setzt der Kreisfeuerwehrverband Oberspreewald-Lausitz vermehrt auf digitale Zeitmessung. "Wir haben uns die Geräte der Zeitmessung bei dem Landesfeuerwehrverband abgeschaut und nun selbst auf Kreisebene angeschafft. Dafür haben wir rund 4000 Euro in die Hand genommen", verriet Fred-Hagen Karzenburg.

"Der Wettkampf ist für mich etwas stressig. Durch die Aufregung waren wir etwas zu langsam, obwohl es derselbe Wettkampf ist wie auf Stadtebene", sagte Lea Schramm. Die Zwölfjährige aus der Kreisstadt ist seit einem Jahr in der Jugendfeuerwehr, und es macht ihr Spaß. "Ich finde es toll, wie unser Jugendwart mit uns umgeht. Er ist nicht streng, sagt aber wo es lang geht", meint Lea Schramm.

Auch bei der Jugendfeuerwehrmannschaft aus Boblitz/Groß Klessow lief es beim Löschangriff nass nicht ganz so perfekt wie erwartet. "Unser Mann für den Verteiler ist ausgerutscht und das rechte Strahlrohr ging nicht an den Schlauch. Das kostete uns Sekunden", weiß Maschinist Stephan Krüger. Am Ende holten die Mannschaften aus Bronkow, Groß Lübbenau, Groß Klessow und Kemmen in ihrer Altersklasse den Sieg.

Vor allem aber hatten alle Wettkämpfer Spaß an den Wettkämpfen, und außerdem haben sowohl die Hosenaer als auch der Kreisfeuerverband, der ebenfalls 20 Jahre alt geworden ist, für ein ansprechendes Rahmenprogramm gesorgt.

Zum Thema:
Mädchen 10-14 Jahre1. Bronkow2. Zerkwitz/Groß Klessow3. Arnsdorf/Ruhland Jungen 10-14 Jahre1. Groß Lübbenau2. Kemmen3. Boblitz/Groß Klessow Mädchen 15-18 Jahre1. Groß Klessow2. Bronkow3. Groß Lübbenau Jungen 15-18 Jahre1. Kemmen2. Groß Lübbenau3. Arnsdorf/Ruhland