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Team Reha wurde Turniersieger
Jubiläums-Neujahrsturnier in der Schulturnhalle

Daumen hoch für ein Jubiläum: Seit 20 Jahren organisiert der Karnevalclub Altdöbern (KCA) ein Neujahrsturnier für Hobby-Volleyball-Mannschaften aus der Gemeinde und dem benachbarten Neudöbern. Das auf acht Teams begrenzte Aufeinandertreffen zieht sich über mehrere Stunden. So bekam es den Namen Volleyball-Marathon-Turnier.
Daumen hoch für ein Jubiläum: Seit 20 Jahren organisiert der Karnevalclub Altdöbern (KCA) ein Neujahrsturnier für Hobby-Volleyball-Mannschaften aus der Gemeinde und dem benachbarten Neudöbern. Das auf acht Teams begrenzte Aufeinandertreffen zieht sich über mehrere Stunden. So bekam es den Namen Volleyball-Marathon-Turnier. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern . Zum 20. Mal veranstalteten Altdöberner Karnevalisten ein Volleyball-Neujahrsturnier.

In der Altdöberner Schulsporthalle ist Geschichte geschrieben worden, Volleyball-Geschichte. Zum 20. Mal trafen sich am vergangenen Samstag Hobby-Volleyballmannschaften, um bei einem mehrstündigen Marathonturnier Sieger und Platzierten zu ermitteln. „Im Grunde sind alle Teilnehmer und Zuschauer Gewinner. Bei allem Ehrgeiz und Siegeswillen: der Spaß am Spiel und die Unterhaltung stehen im Vordergrund“, skizziert Uwe Noack das Turnier.

Bestätigt wird die Aussage des Initiators bereits vor jedem einzelnen Match, wenn die Mannschaftskapitäne vor dem Aufeinandertreffen der Teams mit einem gemeinsamen Bier anstoßen. „Damit wollen wir erreichen, dass die Wettbewerbsteilnehmer die ganze Sache nicht zu bierernst nehmen sollen“, begründet Noack die Tradition mit der Hopfenbrause.

Selbstverständlich könne der Mannschaftskapitän auch einen anderen Mitspieler zum Anstoßen delegieren, zumal alle Mitwirkenden die abschließende Urkunden- und Pokalübergabe noch bewusst wahrnehmen können. „Wer den Pott dreimal in Folge gewinnt, kann diesen für immer behalten. In unserer 20-jährigen Turniergeschichte ist das bisher nur der Prinzengarde gelungen“, erklärt Uwe Noack, der gleich beim ersten Spiel ran muss.

Die Stärken seines Teams „Männerballett“ liegen eher im Tanz als beim Volleyball. Als Siege ein ums andere Mal ausbleiben, beschlossen die begnadeten Körper, sich den Spruch „irgendwann gewinnen auch wir“ aufs T-Shirt zu drucken. Und genau das sollte beim ersten Aufeinandertreffen gegen die Freiwillige Feuerwehr passieren. Im Siegesrauch lässt sich Männerballett-Spieler Hartmut Rex zu einer sehr gewagten Prognose hinreißen: „Jetzt schlagen wir auch die Mühle“.

Gemeint ist das Team der Wassermühle aus dem benachbarten Neudöbern, das als Titelverteidiger angereist ist. Wie Mannschaftskapitän Uwe Zozmann mitteilt, hätten die Wassermüller in der Neujahrsturnier-Geschichte bisher alle Plätze belegt. Am Samstag reicht es „nur“ für das kleine Finale und Platz drei, obwohl das „Männerballett“ das Auftaktmatch gegen das Team FAN für sich entscheiden können. FAN steht für „Frauen am Netz“. Die Mannschaft trainiert wöchentlich und duldet dabei auch Männer in ihrer Mitte.

„Der Amateur-Charakter ist uns wichtig. Versuche, Mannschaften mit Legionären von außerhalb zu verstärken, haben wir beizeiten einen Riegel vorgeschoben“, so Uwe Noack, bei dem die Turnierfäden seit 20 Jahren zusammenlaufen. Eigentlich wollte der Ex-Karnevalspräsident nach zwei Jahrzehnten das Zepter an einen anderen Organisator übergeben. Gefunden hat sich jedoch keiner der Karnevalisten. „So eine Funktion kann nur vererbt werden“, machen Turnierteilnehmer Uwe Noack nur wenig Hoffnung, zu Lebzeiten einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden.

Und so wird Volleyball-Noack auch im kommenden Herbst das auf acht Mannschaften limitierte Turnier vorbereiten, bei dem das „Team Reha“ zur Titelverteidigung antreten wird. Mit ihrem Namen täuschen die Rehabilitanden Schwäche und Verwundbarkeit vor, um dann ihre Gegner buchstäblich an die (Turnhallen-)Wand zu spielen. Spüren muss das die erfolgsverwöhnte Prinzengarde, die im Finale nach hart umkämpfter Auseinandersetzung unterliegt.