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| 17:14 Uhr

Im Kreis
Jetzt geht’s rund in Calau

Schwungvoll streckt der neue Kreisel in Calau seine fünf Arme aus. Gestern Nachmittag fuhren die ersten Autos über die 6,50 Meter breite Straße. Vielen zur Freude, denn die Umleitungen waren sowohl für Auto- und Lkw-Fahrer als auch für viele Anwohner in den betroffenen Dörfern nervig.
Schwungvoll streckt der neue Kreisel in Calau seine fünf Arme aus. Gestern Nachmittag fuhren die ersten Autos über die 6,50 Meter breite Straße. Vielen zur Freude, denn die Umleitungen waren sowohl für Auto- und Lkw-Fahrer als auch für viele Anwohner in den betroffenen Dörfern nervig. FOTO: Holger Neumann
Calau. Seit gestern fahren Autos über den neuen Kreisel. Damit ist „Shared Space“ abgeschlossen.

Wie geplant kurz vor Weihnachten läuft in Calau alles rund: Am frühen Nachmittag rauschten die ersten Autos über den neuen fünfarmigen Kreisel L 52/Joachim-Gottschalk-Straße. Damit haben lange und ungeliebte Umleitungen seit dem Frühjahr endlich ein Ende. Die Anwohner sind nun wieder besser erreichbar und nicht zuletzt kann jetzt vom Kreisel aus auch in die Altnauer Straße abgefahren werden – das hat es zuvor nicht gegeben.

Abgesehen von kleinen Restarbeiten, die noch am Kreisel erledigt werden müssen, ist das Gesamtvorhaben „Shared Space“, also von allen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzter Raum, abgeschlossen. Dieser Kreisverkehr in der dritte Abschnitt beim Umbau mehrerer Straßenabschnitte im Calauer Zentrum zu diesem gemeinsamen Verkehrsraum. Nach den bisherigen jahrelangen Erfahrungen habe sich dieses Konzept  „sehr positiv auf die Funktionalität der Innenstadt ausgewerkt“, bekräftigte Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) bei der gestrigen Verkehrsfreigabe. Das sei alle Mühen und die Kosten wert gewesen. Von den Baukosten von 1,15 Millionen Euro allein für den Kreisverkehr hatte die Stadt 810 000 Euro zu übernehmen und bekam 510 000 Euro gefördert.

Ähnlich verhielt es sich bei den ersten beiden Bauabschnitten, an die sich Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) wieder erinnerte, als sie sich auf den Verkehrsfreigabe in Calau vorbereitet habe, wie sie gestern sagte: „Ich freue mich, dass das Modellprojekt Shared Space in Calau mit dem Kreisverkehr zum Abschluss kommt. Vom Projektstart bis heute ist einige Zeit vergangen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Calau hat Neuland betreten und sich mit einer Machbarkeitsstudie zur Umgetsaltung der Cottbuser Straße beworben. Das Modellvorhaben ist Bestandteil eines Projekts der Europäischen Union.“ 17 Bewerbungen hatte es gegeben, drei erhielten diese Studie. Die Umgestaltung der beiden ersten Bauabschnitte erfolgte für die Stadtstraßen mit Städtebaufördermitteln in Höhe von rund 834 000 Euro Bundes- und Landesmittel. Nach Projektabschluss liegen die Gesamtkosten bei rund 3,3 Millionen Euro.

Der Kreisel mit einem Durchmesser von 38 Metern ist also jetzt befahrbar. Ein Großteil der Leitungen darunter musste neu verlegt beziehungsweise saniert werden. Die Straße ist 6,50 Meter breit. Mittelinseln erleichtern den Fußgängern das Überqueren. Für Sehbehinderte sei die Struktur der Überwege verändert worden. Für jene, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, wurden die Borde abgesenkt.

Das Kriegerdenkmal musste wegen des Kreisverkehr-Baus zum zweiten Mal versetzt werden und stehe jetzt näher an seinem Ursprungsstandort, bemerkte Werner Suchner. Im Frühjahr soll die Kreismitte bepflanzt werden.

Ein Schnipp und schon kann es rund gehen auf dem neuen Kreisverkehr in Calau. Allen voran freuen sich darüber Landrat Siegurd Heinze, Ministerin Kathrin Schneider, Bürgermeister Werner Suchner und Torsten Wiemer vom Landesbetrieb Straßenwesen (v.r.)
Ein Schnipp und schon kann es rund gehen auf dem neuen Kreisverkehr in Calau. Allen voran freuen sich darüber Landrat Siegurd Heinze, Ministerin Kathrin Schneider, Bürgermeister Werner Suchner und Torsten Wiemer vom Landesbetrieb Straßenwesen (v.r.) FOTO: Kuschy / LR