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Varianten-Analyse
Jenaplanschule droht Umzug

Zieht die Hirschberger-Schule ins Jenaplanhaus? Eine neue Variantenanalyse legt das nahe. Entschieden werden soll darüber im Dezember.
Zieht die Hirschberger-Schule ins Jenaplanhaus? Eine neue Variantenanalyse legt das nahe. Entschieden werden soll darüber im Dezember. FOTO: Preikschat / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Lübbenau . Laut einer neuen Varianten-Analyse erscheint ein Umzug der Jenaplanschule in das leere Oberstufenzentrum wieder wahrscheinlich. Von Daniel Preikschat

Rathausmitarbeiter und Stadtverordnete haben die Infoveranstaltung am Montag in der Aula des Jenaplanhauses gut vorbereitet. Rund 200.interessierte Besucher, vor allem Eltern und Lehrer, fanden doppelseitig bedruckte DIN.A4-Blätter auf den Stuhlreihen vor. Möglichst auf einen Blick sollte ersichtlich sein, wie sich in Lübbenau die Schullandschaft voraussichtlich weiter entwickeln wird. Dieselbe grafische Darstellung war dann auch in einer Power-Point-Präsentation zu sehen.

In der Analyse wurden drei Varianten einer Neugestaltung der Schullandschaft in Lübbenau durchgespielt, dabei Baumaßnahmen, Umzüge, Zeitaufwand und Kosten vergleichend berücksichtigt. Abschließend wurden Vor- und Nachteile der Varianten einander gegenübergestellt. Für Stadtverwaltung und Stadtverordnete, die sich darüber verständigt haben, kommt nunmehr infrage: zum einen ein Neubau für den Hort „So aktiv“ nahe der Werner-Seelenbinder-Grundschule in der Neustadt sowie die Sanierung der Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Altstadt. Gesamtkosten: 4,5.Millionen Euro. So vorzugehen, brächte aus Sicht der Stadt allerdings mehr Nach- als Vorteile. Unter anderem könnte das Ziel, die Klassen pro Jahrgangsstufe an der Seelenbinderschule zu verringern und in der Hirschbergerschule zu erhöhen, nicht erreicht werden. Ebenfalls mehr Nach- als Vorteile hat laut der Analyse die Variante, in der Neustadt die AWO-Fachschule ins OSZ und den Hort „So aktiv“ oder die fünfte und sechste Klasse der Seelenbinder-Schule in die AWO-Fachschule umziehen zu lassen.

Bei Umsetzung der einzigen Variante mit deutlich mehr Vor- als Nachteilen aus Sicht der Stadt würde es die Jenaplanschule treffen. Sie müsste, was bereits vor Monaten fast Konsens zu sein schien, ins OSZ einziehen. Das Gebäude wäre entsprechend umzurüsten, außerdem Sport- und Außenanlagen zu errichten. In das Jenaplanhaus könnte dann die Hirschberger-Grundschule einziehen, in deren altes Gebäude nach einem Teilrückbau der Altstadt-Hort Platz fände. Kosten: vier Millionen Euro.

Wie Bürgermeister Helmut Wenzel bestätigte, habe die Stadt dem Landkreis ein Kaufangebot für das OSZ gemacht. Inklusive der Herrichtung für den neuen Zweck entstünden Kosten von etwa 1,3.Millionen Euro. Weiter bestätigte Wenzel, dass die Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Altstadt als „klassische Regelgrundschule“ vor allem für Schüler aus der Altstadt am Standort erhalten bleibt. Das sei nunmehr politischer Wille.

Die Analyse ist zu finden unter: www.luebbenau-spreewald.de (Kategorien Bildung/Soziales, Schulen, Schulentwicklungsplanung)

Kriterien für die Planung

Eine klassische Regelgrundschule (Traugott-Hirschberger-Grundschule) für die Altstadt, ebenso viele Klassen pro Jahrgangsstufe für die Hirschberger- und für die Seelenbinder-Grundschule, entsprechend angepasste Einzugsgebiete, Nutzung Gebäuderessourcen (leeres OSZ), Schule und Hort unter einem Dach, Chance für eine Schulzentrumgründung, Rücksicht auf die Schulkonzepte.