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| 02:32 Uhr

Jagdpacht soll in Vetschau in den Ortsteilen bleiben

Vetschau. (dpr) Sollte die Pacht der Jagdgenossenschaften nicht gleich vor Ort kassiert und ausgegeben werden? Diese Frage, aufgeworfen von der SPD-Fraktion in Vetschau, wurde zumindest jüngst im Wirtschaftsausschuss durchweg mit Ja beantwortet. So zu verfahren, war man der einhelligen Meinung, biete sich an, da bei zehn Jagdgemeinschaften alle Ortsteile von der Pacht profitieren.

In den Dörfern könne das Geld dann gezielt "für gemeindliche Zwecke" ausgegeben werden.

Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) bedankte sich geradezu für den Antrag. Wie dort in der Begründung ausgeführt, sei das bisherige Prozedere mit einem großen Verwaltungsaufwand im Rathaus verbunden gewesen. Allerdings müsste künftig ein Ortsbeirat oder ein Bürger als Vertreter des Ortsbeirats bei den Versammlungen der Jäger dabei sein. Wie Kanzler offenbar aus Erfahrung weiß, können solche Versammlungen lange dauern. Weiterhin müssten die Ortsbeiräte gegenüber der Stadt nachwiesen, wofür das Geld ausgegeben worden ist. Laut dem Bürgermeister zahlen die Jagdgemeinschaften derzeit 1,50 Euro pro Hektar im Jahr.

Über den SPD-Antrag wird nun noch im Hauptausschuss abgestimmt, bevor in der Stadtverordnetenversammlung am 16. März die Entscheidung fällt.