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| 07:05 Uhr

Heiraten im August
Ja-Wort geben an einem Schnapszahl-Datum

Nicht jedes wohlklingende Datum wird von Heiratswilligen gleich stark nachgefragt. Bevorzugt werden vor allem Sonnabende.
Nicht jedes wohlklingende Datum wird von Heiratswilligen gleich stark nachgefragt. Bevorzugt werden vor allem Sonnabende. FOTO: dpa / Andreas Lander
Spreewald. Heiraten an einem besonderen Datum ist hin und wieder beliebt bei Paaren. Doch wie gefragt sind der 8. und der 18. August 2018? Von Stephan Meyer

Heute steht mit dem 8. August 2018 wieder ein Schnapszahl-Datum im Kalender. Zehn Tage später, am 18. August, erneut. Immer wieder kommt es vor, dass solche in der Regel leicht zu merkenden Daten einen großen Andrang von Heiratswilligen in den Standesämtern auslösen. Die RUNDSCHAU hat sich erkundigt, wie die Nachfrage im Spreewald und Umgebung ist.

In Lübbenau geben sich heute fünf Paare das Ja-Wort. Fünf weitere Vermählungen sind für den 18. August angemeldet. An dem Tag kommen noch vier Hochzeiten in Vetschau dazu, für die das Standesamt Lübbenau ebenfalls zuständig ist. Laut Mandy Kunze, Pressesprecherin der Stadt Lübbenau, war die Nachfrage in der Vergangenheit an den Tagen am höchsten, an denen solche hervorstechenden Daten auf einen Sonnabend fielen. Auch wenn mehr Hochzeiten als üblich an solchen Tagen stattfinden, musste kein Standesbeamter zusätzlich Dienst schieben. „Beim Standesamt Lübbenau-Vetschau sind in den Sommermonaten auf Grund der großen Nachfrage am Wochenende ohnehin zwei von drei Standesbeamtinnen im Dienst“, so Mandy Kunze. „An besonderen Daten führen die Standesbeamtinnen auch schon mal fünf Hochzeiten hintereinander an einem Ort durch.“ Auch musste Paaren sogar schon in der Vergangenheit eine Absage erteilt werden, weil die Nachfrage zu groß war.

Eher weniger gefragt sind die beiden Daten in Calau. Nur eine Vermählung findet heute statt, am 18. August gar keine. Auch in der Vergangenheit war an besonderen Daten keine klare Tendenz erkennbar, wie Jan Hornhauer, Pressesprecher der Stadt Calau, mitteilt.

In Lübben hingegen gibt es heute drei Trauungen. „Das ist für einen Wochentag relativ viel“, wie Dörthe Ziemer, Pressesprecherin der Stadt Lübben, mitteilt. Relativ normal für ein Wochenende ist hingegen die Anzahl der Paare, die sich am 18. August das Ja-Wort geben. Insgesamt vier Trauungen führen die Standesbeamtinnen dann durch. „Allerdings mussten wir einigen Paaren absagen, da an diesem Tag auch Einschulungsfeiern im Wappensaal stattfinden und die Trauungen erst danach starten können. Wir hätten locker acht Trauungen an diesem Tag haben können.“ In diesem Fall wären auch zwei Standesbeamtinnen im Einsatz gewesen. Eine besonders hohe Zahl an Vermählungen gab es zuletzt am 7. Juli 2017 mit sieben Hochzeiten. Die Tendenz beim Standesamt Lübben zeigt, dass der August dem einstigen Wonnemonat Mai den Rang abläuft. Seit einigen Jahren heiraten im August mehr Brautpaare als im Mai.

Lediglich ein Paar heiratet heute in Luckau. Fünf sind es, die sich am 18. August trauen lassen. „Da wir in Luckau mehrere Trauorte haben, können wir durch eine geschickte Koordination und personellen Mehreinsatz am 18. August die Wünsche der Brautpaare verwirklichen und Trauungen in der Georgenkapelle und in der Kulturkirche vornehmen“, so Standesbeamtin Gabriele Tributh. Die wohlklingenden Daten seien in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger gefragt gewesen. Am 9. September 1999 beispielsweise waren es fünf Paare.