| 02:42 Uhr

Irene Heinze gewinnt Wette auf Bischdorfer Angerhof

Gespannt blicken Irene Heinze, Ex-Landrat Holger Bartsch, Moderator Manfred Kliche, Feuerwehr-Urgestein Wolfgang Mußlick (Buchwäldchen) und Landwirt Helmut Richter (v. l.) auf die Anzeige der Waage. Gäste aus Politik und Landwirtschaft waren aufgerufen das Gewicht eines Ferkels zu schätzen. Irene Heinze, Gattin des amtierenden Landrats Siegurd Heinze, ging dabei als Siegerin hervor.
Gespannt blicken Irene Heinze, Ex-Landrat Holger Bartsch, Moderator Manfred Kliche, Feuerwehr-Urgestein Wolfgang Mußlick (Buchwäldchen) und Landwirt Helmut Richter (v. l.) auf die Anzeige der Waage. Gäste aus Politik und Landwirtschaft waren aufgerufen das Gewicht eines Ferkels zu schätzen. Irene Heinze, Gattin des amtierenden Landrats Siegurd Heinze, ging dabei als Siegerin hervor. FOTO: Hegewald
Bischdorf. Mit Wissenswertem und so manchem Schlemmerprodukt haben Besucher der 23. Brandenburger Landpartie am Wochenende den Angerhof in Bischdorf verlassen. uhd

Der Biohof von Landwirt Helmut Richter war der zentrale Veranstaltungsort für die insgesamt fünf teilnehmenden Betriebe im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

In Bischdorf gesellten sich zur Landpartie mit der Agrar GmbH Göritz, der Bäuerlichen Produktionsgemeinschaft Saßleben, dem Futtermittelmarkt Calau oder der Baumschule Plieskendorf weitere regionale Schwergewichte hinzu. "Wir konkurrieren nicht miteinander, sondern nutzen die Gelegenheit, um uns auf dem Angerhof gemeinsam zu präsentieren", befand Tomas Goebel, Vorsitzender des Bauernverbandes Südbrandenburg und Geschäftsführer der Göritzer Agrar GmbH.

Landrat Siegurd Heinze (parteilos) würdigte die Traditionsveranstaltung die in Bischdorf seit 2000 durchgeführt wird. "Landwirtschaft wird transparent gemacht. Besucher können diese ertasten, riechen und schmecken", so der Landrat.

Dass ihm am Samstag Ehegattin Irene die Show stahl, trug Siegurd Heinze mit Fassung. Den Gästen aus Politik und Landwirtschaft bat Helmut Richter an einer Wette teilzunehmen. Zu erraten war das Gewicht eines Ferkels bei dem die "First Lady" des Landkreises mit 6,7 Kilogramm erstaunliche Sachkenntnis bewies.

Bei Stall- und Hofführungen informierte Helmut Richter über landwirtschaftliche Abläufe und bewährte Praktiken. So werde etwa den Schlachtrindern die Zeit zum Reifen des Fleisches gegönnt, die die Tiere benötigen. "Im Ergebnis erhalten wir zart marmoriertes Fleisch von besonderer Qualität", erklärte der Landwirt. Hinzu käme der selbst auferlegte Vorsatz, die Momente vor der Schlachtung für Tiere so stressfrei wie möglich zu halten. Bei den Schweinen bedienen sich die Bischdorfer einer List. So dürften bereits Ferkel gelegentlich im Stallgang auf Futtersuche gehen, bis irgendwann nach neun Monaten am Ausgang der Schlachter wartet.

Dazu Bauer Richter: "Für die Tiere entfallen Strapazen und Transportwege und das schmeckt man." Wetten dass? Überhaupt erwies sich die Bischdorfer Landpartie als Mekka, für alle die gerne rätseln oder wetten. Neben dem bewährten Angerhof-Quiz kündigte Moderator Manfred Kliche (Raddusch) für den gestrigen Sonntag erstmals eine "Rinder-Lotterie" an. Bei "1 aus 95" durften Besucher darauf wetten, welches Rind beim Wechseln der Koppel als erstes voranschreitet. Schummeln war aufgrund der Ohrmarken nicht möglich, was dem Siegertier jedoch die Möglichkeit einräumte, ihren hinterhertrabenden Artgenossen die Rinderzunge zu zeigen.

Musik zur Landpartie wird in Bischdorf eh und je groß geschrieben. Den Auftakt vollzogen die "Fröhlichen Spreewälder", eine Akkordeongruppe, die am späten Nachmittag noch beim Lübbenauer Bahnhofsviertelfest aufspielte. Zur Überraschung von Belegschaft und Gästen griff auch Marcus Lein von der Bäuerlichen Produktionsgemeinschaft Saßleben zur Posaune. Am Rande der Landpartie warb der Buchhalter für einen nachfolgenden landwirtschaftlichen Höhepunkt: das Herbstfest, am Samstag, 16. September auf dem Gelände des Futtermittel- und Bauernmarktes in Calau.