Die geplante Pilzfabrik im Gewerbegebiet des Vetschauer Ortsteils Raddusch hat die nächste wichtige Hürde genommen. Nachdem vor etwa drei Monaten der Bauantrag des Investors eingereicht wurde, stimmte die Stadtverordnetenversammlung den Abwägungsvorschlägen zu den Stellungnahmen, Hinweisen und Anregungen der Träger öffentlicher Belange, Nachbargemeinden und Bürger einstimmig zu. Alle anwesenden 18 Abgeordnete votierten dafür – ebenso auch für den Satzungsbeschluss im Rahmen der dritten Änderung des Bebauungsplanes.

Inhalt dieser dritten Änderung ist die Zulassung von Baukörpern mit einer Länge von mehr als 50 Metern, was bei dem Vorhaben der Fall ist. Die Träger öffentlicher Belange, Nachbargemeinden und Bürger äußerten keine größeren Bedenken.

Regionale Komposte sollen für die Pilzzucht in Raddusch verwendet werden

Hintergrund: Im Gewerbegebiet von Raddusch will ein niederländischer Investor eine Pilzzuchtanlage in Betrieb nehmen. Im dortigen Areal wird sich die Spreewald-Pilz-Park GmbH niederlassen. In einer Betriebsstätte im Lindenweg sollen bald Bio-Champignons unter der Dachmarke Spreewald für Discounter und Supermärkte in der Region gezüchtet werden. Für die Pilzzucht würden regionale Komposte verwendet. In einer teilweise automatisierten Anlage müssen die Champignons manuell nur noch geerntet und verpackt werden.

22 Arbeitsplätze entstehen in der Pilzfabrik Raddusch

Antje Swars, Fachbereichsleiterin Bau in der Stadtverwaltung, informierte über weitere Details: „22 Arbeitsplätze sind geplant. Gearbeitet werden soll im Zwei-Schichten-Betrieb zwischen sechs und 22 Uhr.“ Auf die Frage der Entsorgung von Abfällen gibt der künftige Betreiber an, dass 240 Liter Restmülltonnen vorgesehen seien und lediglich Hausmüll anfalle. Geplant sei auch die Wiederverwertung des Humus im Rahmen der Kreislaufwirtschaft.

Für die nun durchgewunkenen Beschlussvorlagen hatte es bereits im Wirtschafts- und Hauptausschuss volle Zustimmung unter den Abgeordneten gegeben.