Dr. Lucas F. Flöther in einer Presseinformation mit. Flöther prüfe derzeit, welche Optionen zur Sanierung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

"Die Insolvenzanmeldung hat keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb", betonte Flöther, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing. "Alle Leistungen werden nach wie vor in vollem Umfang und in der gewohnten Qualität erbracht."

Geld drei Monate gesichert

Die Löhne und Gehälter der 132 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Flöther leitet derzeit die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege, damit die Mitarbeiter ihre Löhne und Gehälter möglichst pünktlich erhalten.

Unmittelbar nach seiner Bestellung habe sich Flöther nach Vetschau zum Standort des Unternehmens begeben, um sich ein Bild der Lage zu machen und die Mitarbeiter zu informieren. Parallel nimmt er erste Gespräche mit den wichtigsten Kunden, Lieferanten und Gläubigern auf, um den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich stabilisieren zu können.

In den nächsten Tagen und Wochen werde sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein Bild von der wirtschaftlichen Lage machen und gemeinsam mit der Geschäftsleitung alle Sanierungsoptionen prüfen. "Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten", so Flöther.

Firma hat lange Tradition

Seit 2007 firmiert das Unternehmen unter dem Namen "TransTec Vetschau GmbH"; die Unternehmensgeschichte als Maschinenbauer am Standort Vetschau reicht aber zurück bis ins 19. Jahrhundert. Das Unternehmen ist hauptsächlich im Schienenfahrzeugbau tätig und hat sich auf die Herstellung von Drehgestellen für Schienenfahrzeuge spezialisiert. TransTec Vetschau ist eine Schwestergesellschaft der FTD Fahrzeugtechnik Dessau Bahnen GmbH, die Anfang März dieses Jahres ebenfalls Insolvenz hatte anmelden müssen.