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| 15:48 Uhr

Baudenkmal-Sanierung
Im Vetschauer Stadtschloss tut sich was

 Von außen schön anzusehen, innen aber teilweise noch sanierungsbedürftig – das Vetschauer Schloss.
Von außen schön anzusehen, innen aber teilweise noch sanierungsbedürftig – das Vetschauer Schloss. FOTO: Kuschy
Vetschau. Treppenhäuser und Heizung sollen in diesem Jahr saniert werden.

Die Betriebskosten, die das Schloss in Vetschau verursacht, dürften künftig um 30 Prozent geringer ausfallen. Diese Ersparnis zumindest erhofft man sich in der Stadtverwaltung durch die Erneuerung des Heizkessels samt Steuerungsanlagen noch in diesem Jahr. Kosten in Höhe von etwa 90 000 Euro dafür muss die Stadt nur zu einem Drittel tragen – dank der Stadtumbau-Fördermittel.

Den dafür nötigen Beschluss, die Haushaltssperre für diese eine Stadtumbaumaßnahme aufzuheben, haben die Vetschauer Stadtverordneten kürzlich gefasst. Teil der Maßnahme ist neben der Erneuerung der alten Heizung aus dem Jahr 1991 auch die Sanierung der Treppenhäuser im Schloss. Der Auftrag soll zeitig ausgeschrieben werden, damit die neue Anlage noch vor Beginn der Heizungsperiode 2019/2020 in Betrieb gehen kann, heißt es in der Beschlussvorlage.

In der Sitzung regten Stadtverordnete an, den Haushaltssperrvermerk auch für die Planung eines behindertengerechten Zugangs im Schloss aufzuheben. Hierzu sagte Bauamtsleiter Sven Blümmel, die barrierefreie Erschließung sei eine eigene Baumaßnahme.

Zu zwei Drittel aus dem Stadtumbau-Programm gefördert bekam die Stadt Vetschau 2017 bereits die Restaurierung des Rittersaals im Schloss. 90 Quadratmeter Parkett wurden von Fachleuten aufgearbeitet, was Kosten in Höhe von 150 000 Euro verursacht hat. Einweihung des Saals war im April 2017 mit einem Operettennachmittag. Ebenfalls noch im April ließ sich in dem prächtigen Saal das erste Paar trauen. Das Vetschauer Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut, im 19. Jahrhundert erfolgten mehrere Umbauten.