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In Lübbenau ist das Q-Jahr

Mit dem neuen Zertifikat: Franziska Jakob, Spreewelten Bahnhof, Astrid Stahn, SIS Servicegesellschaft im Spreewald mbH und Julia Lehmann, Spreewiesel-Center.
Mit dem neuen Zertifikat: Franziska Jakob, Spreewelten Bahnhof, Astrid Stahn, SIS Servicegesellschaft im Spreewald mbH und Julia Lehmann, Spreewiesel-Center. FOTO: Candy Hentschel
Lübbenau. In der Spreewaldstadt ist das Q-Jahr. Das wurde in dieser Woche in Neuhardenberg deutlich. red/bt

Beim Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes im Schloss Neuhardenberg erhielten gleich fünf Einrichtungen aus der Spreewaldstadt ein neues ServiceQ-Zertifikat. Die SIS Servicegesellschaft im Spreewald mbH, das Spreewiesel-Center sowie der Spreewelten Bahnhof gehören dabei alle zur WiS-Group. Die drei Unternehmensbereiche haben sich erfolgreich der Rezertifizierung des Gütesiegels "ServiceQualität Deutschland Stufe I" gestellt.

Auch Vertreter des Großen Spreewaldhafens sowie der Stadt Lübbenau, Abteilung Ordnungsamt und Hort "So aktiv" nahmen Urkunden entgegen. Die Hotelanlage Starick und Taxi Pampel wurden geehrt.

Seit dem Jahr 2014 trägt Lübbenau/Spreewald den Titel "Q-Stadt". Viele Betriebe ließen sich im gleichen Jahr erstmalig mit dem Qualitätsgütesiegel auszeichnen. Nach drei Jahren stehen bei diesen Unternehmen nun die Wiederholungs-Zertifizierungen an. Aber auch andere Freizeiteinrichtungen wie beispielsweise das Spreewelten Bad stellen ihre Servicequalität in 2017 erneut auf den Prüfstand. "Wir sind seit 2009 Q-Betrie, Stufe I, und seit 2011 mit der Stufe II ausgezeichnet", erzählt Axel Kopsch, Prokurist der Spreewelten. Die Ausarbeitung und Antragstellung seien schon recht aufwendig, aber sie lohnen sich. "Wenn wir uns intensiv mit dem Thema befassen, entdecken wir immer wieder kleine Lücken, die wir beseitigen und damit den Service verbessern können", so Kopsch.

"Im Rahmen der Qualitätsanalyse haben wir für unsere Gäste eine Kaffee- und Teestation sowie einen Gemeinschaftskühlschrank aufgestellt", berichtet Franziska Jakob von der Pension Spreewelten. "Darüber hinaus hilft uns das ServiceQ auch bei der Mitarbeitermotivation, in dem diese aufgefordert sind, sich aktiv zu beteiligen. Dadurch werden sie auch wertgeschätzt", weiß Astrid Stahn von der SIS.

Auch im Spreewiesel-Center hilft der kritische Blick nach innen die Arbeit zu optimieren: "Wir haben unsere Abläufe unter die Lupe genommen und Checklisten für Kundengespräche und Auftragsannahmen erstellt", verrät Mitarbeiterin Julia Lehmann. "Gerade in puncto Beschwerdemanagement haben wir uns stark verbessert", ergänzt sie und freut sich darüber. Eben dieses Anliegen verfolgt das Qualitätsgütesiegel Servicequalität Deutschland. "Das ServiceQ ist kein Werbe- und Marketingmittel, sondern es wirkt nach innen", erklärt Sven Wolf, Bundeskoordinator der ServiceQualität Deutschland. Der Verein arbeite derzeit an neuen Leitlinien um das Qualitätsmanagement zu optimieren. Auch für den geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes Michael Ermrich sind die "konsequente Qualitätsorientierung und die kundennahe Ausrichtung des Angebotes entscheidend für eine weiterhin florierende Tourismuswirtschaft im Land Brandenburg". Dabei gelte es immer vorwärts zu gehen, sich nur nicht auszuruhen. "Es ist wie stromaufwärts paddeln. Wenn man stehen bleibt, fällt man zurück. Erfolg muss täglich erarbeitet werden", betont die brandenburgische Landtagspräsidentin Britta Stark. Mit der "Erlebnisqualität" könne sich ihrer Meinung nach jedes Unternehmen hervorheben.

Um den Erlebniswert und die Qualität des Angebotes zu steigern, erweitert und attraktiviert das Lübbenauer Spreewelten Bad seine Badewelt. "Schwimmen mit Pinguinen ist unser Alleinstellungsmerkmal und kommt bei den Gästen sehr gut an. Nun vergrößern wir die Pinguinanlage und bringen die Tiere damit noch näher an unsere Besucher heran" erzählt Axel Kopsch von den Plänen. "Das Wohl der Vögel hat für uns immer oberste Priorität", betont Kopsch. "Sie haben zukünftig noch mehr Platz zum Tauchen und Schwimmen."