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In die Historie des Fahrrades geradelt

Der Besuch des privaten Zweiradmuseums von Manfred Hamann i(M.) n Dörrwalde ist Höhepunkten des Radler-Sommerausfluges gewesen. Ausgearbeitet und angeführt werden die Touren durch den pensionierten Calauer Gymnasiallehrer Jürgen Pufe.
Der Besuch des privaten Zweiradmuseums von Manfred Hamann i(M.) n Dörrwalde ist Höhepunkten des Radler-Sommerausfluges gewesen. Ausgearbeitet und angeführt werden die Touren durch den pensionierten Calauer Gymnasiallehrer Jürgen Pufe. FOTO: Hegewald/uhd1
Neupetershain. Im Jahr 1817 rollte der Forstbeamte Karl Drais mit seiner einspurigen, von ihm so genannten Laufmaschine (Draisine) über die Straßen. "Er hat mit seiner Erfindung die Welt verändert", sagt Manfred Hamann. uhd1

Der 77-Jährige ist Sammler, Mechaniker und Kenner von Fahrrädern. "Mittlerweile sind es 45 Stück, darunter Modelle mit Hilfsmotor, Kardanwellenantrieb oder mit moderner Akku-Unterstützung", zählt der "Museumsdirektor" aus Dörrwalde (Stadt Großräschen) auf.

Für Jürgen Pufe stand frühzeitig fest: In diesem Jahr macht die jährliche Neupetershainer Sommerrad-Tour Halt bei Manfred Hamann. Denn der gibt auch Anekdoten zum Besten, die jeden Besuch auf dem Dörrwalder Zweiradhof zu einem Erlebnis werden lassen. So berichtete Hamann vom Malheur des früheren Leiters der Altdöberner Frauenklinik, Dr. Heinrich von Knorre, der zu einer Entbindung nach Rettchensdorf (Gemeinde Luckaitztal) gerufen wurde. "Der stramme Sohn war da, aber das Fahrrad weg. Bei der russischen Kommandantur bekam er ein neues Fahrrad, einen damals erforderlichen Schein zum Besitzen und Führen eines Fahrrades und die dringende Empfehlung, sein Gefährt bei Außenterminen von einem Schäferhund bewachen zu lassen", so Hamann, der auch gerne in die Pedale tritt. Als moderierender Hobby-Müller begleitet er die 50 Kilometer lange Mühlentour von der Holländermühle bis in die Calauer Schweiz und wieder zurück nach Dörrwalde.

Etwa die gleiche Distanz legten die Neupetershainer Sonntagsausflügler zurück. In Altdöbern verschaffte Doris Lindner, Vorstandsmitglied des Altdöberner Heimatvereins, Zugang zu ihrem Wissensschatz und zu den Heimatstuben - inklusive Überraschungspaket: den Nachlass der historischen Neupetershainer Schusterwerkstatt Nitschke.