(dpr) Uwe Radnick ist Leiter Hausmeister bei der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald und hat derzeit viel Ärger. Fast wöchentlich nämlich liegen, oftmals an denselben Stellen, nicht mehr gebrauchte Möbel, alte Auslegware, Teppiche oder sonstiger Unrat vor den Wohnhäusern in der Lübbenauer Neustadt. „Selbst wenn wir Samstagvormittag alles Herumliegende einsammeln lassen, steht Montag früh erneut etwas da.“

Auch Anwohner wie Hans-Jürgen Smägk stößt diese wilde Müllentsorgung ab. Der Lübbenauer fragt sich, was Stadt oder WIS dagegen unternehmen. Die WIS, informiert dazu Uwe Radnick, lässt einen privaten Logistikunternehmer den illegal herumliegenden Sperrmüll samstagvormittags auf Abruf abfahren. Um Missverständnissen vorzubeugen, fügt der Leiter Hausmeister aber gleich hinzu: „Das soll die Mieter jedoch nicht dazu animieren, ihren Müll nun regelmäßig vor die Tür zu stellen.“ Man werde nicht aufgeben, die Verursacher ausfindig zu machen. Es gebe dazu Möglichkeiten. Ist bekannt, wer den Müll abgeladen hat, wird dem Betreffenden die Sonderentsorgung in Rechnung gestellt.

Dabei könne man sich diese Mehrausgaben sparen. Jeder Haushalt könne zweimal im Jahr Sperrmüll kostenlos abholen lassen, wie auch eine Mitarbeiterin des Kommunalen Entsorgungsverbandes Niederlausitz (KAEV) bestätigt. Dazu müsse nur das Abholkärtchen ausgefüllt werden, das im Abfallkalender des KAEV enthalten ist. Den Kalender findet jeder Haushalt zu Beginn des Jahres im Briefkasten. Aber auch online kann eine Sperrmüllentsorgung angemeldet werden (unter www.kaev.de). Der zuständige Entsorger Alba plant dann die Touren aufgrund der Anmeldungen und schickt den Vermietern die Termine. Erst am Vorabend darf der Müll dann vor das Haus gestellt werden. Falls es Probleme mit dem Termin gibt, sagt Gabriela Jurk, Leiterin Bewirtschaftung und Marketing bei der WIS, können Mieter jederzeit die Hausmeister des Wohnungsunternehmens ansprechen.“ Man finde immer eine Lösung.

Ähnlich verfährt auch die Gemeinschaftliche Wohnungsbauge­nossenschaft (GWG), so Vorstandsassistent Paul Schlorf. Allerdings versuche man die Mitglieder der Genossenschaft schon bei den regelmäßigen Beratungen über den korrekten Umgang mit Sperrmüll zu informieren – damit „Problembereiche“ gar nicht erst entstehen.