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Ideen gefragt für aktive Erholung

Ideenrunde für die Entwicklung von Seen und Orten in den Schlabendorfer Feldern.
Ideenrunde für die Entwicklung von Seen und Orten in den Schlabendorfer Feldern. FOTO: Birgite Keilbach
Luckau. Workshop für Regionales Entwicklungskonzept der Tagebaufolgelandschaften Schlabendorf und Seese lässt Kernpunkte künftiger Nutzungen für Seen und umliegende Orte erkennen. Birgit Keilbach

Welche Möglichkeiten bieten die Tagebaufolgelandschaften zwischen Lübbenau, Luckau, Calau und Vetschau für die Zukunft? Dafür haben die vier Städte die Erarbeitung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes auf den Weg gebracht. Ziel ist ein zukunftsfähiges Konzept, das einerseits Touristen aus der Spreewaldregion attraktive Angebote unterbreitet, sowie neue Touristen in die Region lockt. Andererseits soll es den Einheimischen einen Zuwachs an Lebensqualität durch neue Nutzungen in der Landschaft bieten.

Daher sollen sich die Bürger aus der gesamten Region in die Planung aktiv einbringen. Gelegenheit dazu hatten sie in dieser Woche bei zwei Workshops. Der erste fand am Mittwoch in der Slawenburg Raddusch statt und befasste sich mit den ehemaligen Tagebauflächen von Seese-Ost und West.

Am Donnerstag trafen sich rund 50 Akteure aus dem Gebiet der Bergbaufolgelandschaft Schlabendorf Nord und Süd in der Luckauer Kulturkirche. In vier Arbeitsgruppen loteten sie aus, welche Möglichkeiten sich auf den Seen, an deren Ufern und in den Orten der Umgebung bieten. Die Schwerpunkte sind:

1. Der Schlabendorfer See mit Seglerhafen, Campingplatz, Badestrand, Schwimmen, Paddeln und Gastronomie am Ufer und im Ort sowie einer Schifffahrts-Verbindung zum Heinz Sielmann Naturerlebniszentrum in Wanninchen. Favorisiert wird die bereits früher angedachte Solarfähre.

2. Fürstlich Drehna mit dem Drehnaer See, wo Camping, Caravaning, Schwimmen, Baden und Paddeln ermöglicht werden sollte. In die Planung für Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie soll Crinitz einbezogen und über Rad- und Wanderwege die Verbindung nach Bergen, nach Groß- und Klein Mehßow und in die Calauer Schweiz geschaffen werden.

3. Für den Lichtenauer See und die ornower Niederung als Naturschutzgebiete sind Möglichkeiten zur Beobachtung angedacht.

4. Am Stiebsdorfer See mit seiner geschützten Vogelinsel sollte Baden möglich sein und Angler sowie Naturfreunde mit Booten den See befahren können.

Alle Arbeitsgruppen schlagen ein umfangreiches Rad- und Wanderwegenetz vor. Dieses sollte nicht nur um die Gesamtregion herumführen, sondern auch die kleineren Orte innerhalb verknüpfen. Ein Parkplatz an der Autobahnabfahrt bei Bathow sollte als Ausgangspunkt für Tagestouristen eingeplant werden, ergänzte Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann. Und Peter Brandt, Bereichsleiter Stadtplanung und Tiefbau in Lübbenau, gab den Hinweis, auch an Wege für Reiter und Kremser zu denken. In die Zukunftsplanung für die Region sollten unbedingt auch Jugendliche einbezogen werden, damit deren Interessen berücksichtigt werden könnten, verwies Joris Schofenberg von der KEM auf einen weiteren Aspekt.