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"Ich bin keiner Partei verpflichtet”

Calau ist für Bürgermeister Werner Suchner Herzenssache.
Calau ist für Bürgermeister Werner Suchner Herzenssache. FOTO: Wiesner
Calau. Wenn Werner Suchner aus seinem Bürgermeister-Zimmer schaut, sieht er das, was ihm an Calau gefällt: das Herz der Stadt. Damit es gesund bleibt, möchte er gern weitere acht Jahre an der Stadtspitze arbeiten und tritt daher zur Wahl am 24. September an. Hannelore Kuschy

Der dreifache Familienvater hat nie woanders gelebt als hier. "Ich glaube, ich kenne meine Stadt sehr gut", sagt der 59-Jährige. Auch wenn seine Arbeitswoche gern mal 60 Stunden lang sei und nur vier, fünf Wochenenden im Jahr terminfrei seien, radele er gern mit seiner Frau durch die Dörfer, treffe Menschen und kehre hier und da zum Bierchen ein. Das sei für ihn das Schöne am Bürgermeister-Job: Sehr bei den Menschen zu sein.

Der gelernte Funkmechaniker und Ingenieur für Nachrichtentechnik war 2009 einer von sechs Bürgermeister-Kandidaten und holte bei der Stichwahl die meisten Wählerstimmen. "Das war eine Zeit, in der sich viele Calauer eine Veränderung wünschten", erinnert sich Werner Suchner. Wie damals gehe er auch heute als Einzelkandidat ins Rennen. "Darin sehe ich für die Menschen das Angebot, ohne Zwang arbeiten zu können, und ich bin in meinen Entscheidungen keiner Partei verpflichtet", erklärt er. Seit 1990 ist er ununterbrochen in der Stadtverordnetenversammlung aktiv. Zwischen 2003 und 2010 war er Mitglied im Kreistag.

In seiner Stadt mit ihren knapp 8000 Einwohnern will der Calauer noch viel bewegen. Das beginne beim Lindengarten, der am Ortseingang den schlechtesten Eindruck mache. Mit dem Eigentümer stehe er für eine baldige Veränderung im Kontakt. Mobilität sei ein weiteres Thema, das auf den Bahnhof und seine weniger verlockende Umgebung abziele. Schließlich sei es wichtig, dass ansässige Unternehmen auch künftig mit für den kräftigen Herzschlag in der "gemütlichen Kleinstadt" sorgen.