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| 19:10 Uhr

Handyladestation für Radfahrer
Hochbeet in Raddusch unter Strom

 Radler können am Radduscher Hochbeet ihr Handy aufladen und in der Erntezeit auch vom Beet naschen.
Radler können am Radduscher Hochbeet ihr Handy aufladen und in der Erntezeit auch vom Beet naschen. FOTO: Peter Becker
Raddusch. Projektes vom essbaren Dorf nimmt weiter Gestalt an. Erste Radler nutzen Lademöglichkeit fürs Handy. Von Peter Becker

Kaum stand das erste Hochbeet, das Solarpanel war gerade ausgerichtet und lieferte den ersten Strom, da stoppten auch schon die ersten Fahrradurlauber. Sie zeigten sich beeindruckt von der Idee und testeten gleich mal die „Beetelektrik“: Der Solarstrom wird in einer Batterie zwischengespeichert, um genügend Spannung für die elektrische Fahrradluftpumpe und für die Smartphone-Ladestation zu haben.

„Aber das ist eigentlich nur ein, wenn auch sehr sinnvoller, Nebeneffekt unseres Projektes“, erzählt Sebastian Zoepp. Gemeinsam mit Lukas Schuck wurde das Beet noch fertig bepflanzt und angegossen. „Damit sind drei der Hochbeete im Rahmen unseres Projektes vom essbaren Dorf aufgestellt“, ergänzt Sebastian Zoepp, der mit der Spreeakademie seinen Sitz in Raddusch hat.

Das Bauen und die Pflege der Beete schaffen im Dorf Anlässe, um wieder mehr ins Gespräch zu kommen und das Wissen aus dem eigenen Garten an andere weiterzugeben. Darüber hinaus haben Urlauber die Möglichkeit, vom frischen Gemüse in den Beeten zu naschen und sich nebenbei über gesunde Ernährung zu informieren. Beetpaten, die sich regelmäßig um Bewässerung und Pflege kümmern, stehen schon im Hintergrund bereit und leisten Hilfe. Die Radduscher Kita hat die Patenschaft über zwei Beete übernommen, die gleich neben dem Kindergarten aufgestellt sind. Mit der Einrichtung gibt es inzwischen weitere Pläne: Über den Kita-Förderverein wurde ein Antrag zum Anlegen von Wildblumenwiesen und den Bau von Insektenhotels gestellt.

„Der Kunstverein bringt sich auch in die Idee des essbaren Dorfes ein. Er hat am Ideenwettbewerb ,Land schreibt Zukunft’ teilgenommen. Wenn der Verein den Wettbewerb gewinnen sollte, dann können weitere Hochbeete gebaut und Obsthecken angelegt werden. Ende April wird über die eingereichten Projektideen entschieden – ich hoffe, wir sind dabei, sagt Sebastian Zoepp über andere Pläne.
Die Spreeakademie wird sich auch mit einem Info-Stand zur anstehenden 725-Jahrfeier in Raddusch einbringen, um noch mehr Menschen für ihre Idee zu begeistern und um  Unterstützung einzuwerben.