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Historischer Schulterschluss im Handball

Verantwortliche der künftigen Zusammenarbeit im Handball.
Verantwortliche der künftigen Zusammenarbeit im Handball. FOTO: Foto: Traube
Handball.. Es war ein wahrhaft historischer Moment, als in dieser Woche die Abteilungsleiter für Handball der TSG Lübben 65, Dietmar Grünberg, und der TSG Lübbenau 63, Holger Siebert, im Beisein von Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel in der Lübbener Mehrzweckhalle „Blaues Wunder“ den Vertrag über die gemeinsame Nachwuchsarbeit im Bereich A-Jugend unterschrieben. Von Frank Selbitz

„Es ist für beide Seiten ein neuer Weg, der den eigenen Erfolg in den Hintergrund treten lässt und den Handball, vor allem die Förderung des Nachwuchses, in den Vordergrund rückt“ , so Bürgermeister Helmut Wenzel, um in die Zukunft blickend zu ergänzen. „Von jetzt an geht es im gleichen Kahn in gleiche Richtung. Das ist der erste Schritt, der später auch im Männerbereich höhere Ziele anstreben lässt.“ Doch vorerst wird das Experiment nur für ein Jahr gestartet, wobei der Zusammenschluss die logische Konsequenz ist. Den Lübbenauern, die in der Oberliga spielen, fehlen bei einem Kader von nur noch vier Spielern die Aktiven, während die Lübbener, die auch nur noch sieben Spieler haben, auf Kreisebene unterfordert sind.
Dietmar Grünberg lobte die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit beim bisherigen Kontrahenten und sieht in dem Schulterschluss vor allem für die Lübbener „das Potenzial, um sich höhere Ziele für die Zukunft stellen zu können“ .
Doch so einfach wie es beim Vorstellen der neuen Mannschaft schien, war es nicht. Erlauben die Spielregeln des Handball-Verbands Brandenburg (noch) keine Spielgemeinschaften zweier Vereine, wenn nicht alle Mannschaften diese Fusion vollziehen. Deshalb delegieren die Lübbener ihre Spieler zur TSG Lübbenau 63. „Wir sind der Überzeugung, dass es für die Entwicklung der Jungs das Beste ist, um Anschluss an die Männermannschaften zu gewinnen“ , zeigt sich Grünberg zuversichtlich.
Trainiert wird dabei abwechselnd in beiden Städten. Mittwochs unter Laszlo Baruta im „Blauen Wunder“ stehen Athletik- und Einzelpositionstraining sowie Wurfarten auf dem Programm, während freitags in Lübbenau unter Marco Siebert die Verfeinerung der Grundlagen des Handballs, taktische Sachverhalte und Gruppenspielzüge Trainingsinhalte sein werden. Marco Siebert, der Trainer der Lübbenauer Männer-Sieben, koordiniert das Training, „bei dem es vorerst um den Abbau des unterschiedlichen Spielniveaus und Leistungsstands geht“ , so Sie bert.
„Eine Menge Arbeit liegt vor dem Trainerduo,“ so sieht es Abteilungsleiter Holger Siebert, bis zum ersten Heimspiel am 14. September um 16 Uhr im Lübbener „Blauen Wunder“ , wenn die Sieben von Brandenburg-West zu Gast sein wird. Gespielt wird in den Heimspielen sowohl in Lübben als auch in Lübbenau, wobei aufgrund der Bauarbeiten an der Lübbenauer Halle die ersten fünf Begegnungen in Lübben ausgetragen werden.