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Parkseminar
Helfer beseitigen Sturmschäden im Schlosspark

Vor allem Sturmschäden beseitigten die Helfer beim Parkseminar am Wochenende. Dabei kam schweres Gerät fachmännisch zum Einsatz.
Vor allem Sturmschäden beseitigten die Helfer beim Parkseminar am Wochenende. Dabei kam schweres Gerät fachmännisch zum Einsatz. FOTO: Jürgen Harnath
Straupitz. Bei dem professionellen Arbeitseinsatz in Straupitz kam schwere Technik zum Einsatz, um die Wege wieder begehbar zu machen.

Eigentlich sollte es im dritten Parkseminar um ganz andere Arbeiten gehen, entsprechend dem von Gartendenkmalpfleger Christoph Haase und Bürgermeister Andre` Urspruch entwickelten Konzept zur Wiederherstellung des Straupitzer Schlossparks. Doch die beiden Stürme im Herbst dieses Jahres hatten auch in Straupitz ihre Spuren hinterlassen.

So traf man sich am vergangen Samstag im Park, um die Schäden zu beseitigen. Der Park soll wieder sicher und die Wege wieder begehbar gemacht werden, erläuterte Bürgermeister Andre Urspruch die Zielstellung. „Nach den Stürmen“, sagte er, „waren wir gezwungen, mit entsprechender Beschilderung vor dem Betreten des Parks zu warnen. Aufgrund der bestehenden Gefahren bei den anstehenden Baumfällarbeiten kommen heute nur professionelle Sägen-Meister mit entsprechender Ausbildung, Erfahrung und Schutzkleidung zum Einsatz.“

A diesem Einsatz nahmen rund 25 Straupitzer teil. Jedem Sägen-Führer standen noch Helfer zur Seite, die sich um die Beräumung kümmerten. Für das Bewegen der Stämme und den Transport hatten Straupitzer Vereine entsprechende Technik zur Verfügung gestellt. „Auch viele Altbäume, die noch aus der Zeit der ursprünglichen Parkgestaltung stammen, sind dem Sturm zum Opfer gefallen. So wollen wir diese nicht nur fällen und beseitigen, sondern in den kommenden Jahren sukzessive nachpflanzen,“ sagte Christoph Haase, fachlicher Leiter der Parksanierung.

Dafür werden Setzlinge aus dem Park entnommen. Diese werden dann im Schulgarten von den Schülern der Straupitzer Grundschule unter der Anleitung von Gärtnermeister Staritz gepflegt, bis sie im Park ihren endgültigen Standort erhalten. Für die Straupitzer gehört der erhaltenswerte Schlosspark genauso zu ihrem Ort, wie die Schinkelkirche, die Holländermühle oder der Kornspeicher.  Er soll in den kommenden Jahren weiter zu einer Erholungsstätte für Einheimische und auch Touristen entwickelt werden.

Um das Konzept zur Wiederherstellung der ursprünglichen Raumstrukturen und Sichtachsen wirksam umsetzen zu können, wurde die AG“ Schlosspark“ ins Leben gerufen. Diese übernahm die Koordinierung des Ganzen. Ihr gehören Fachleute und Vertreter der Straupitzer Vereine an. Die AG ist weiterhin mit der Unteren Denkmalbehörde und Unteren Naturschutzbehörde im Gespräch. Der zweite konzeptionelle Abschnitt ist zur Planung bereits eingereicht worden.

„Ich freue mich, dass die Straupitzer trotz des widrigen Wetters den Weg in den Park fanden.“ sagte Andre Urspruch. Samstag zeigten sich alle mit dem Geleisteten zufrieden und bei Gegrilltem und warmen Getränken ließ man den Tag ausklingen. Um das leibliche Wohl der am Einsatz Beteiligten hatte sich die Straupitzer Gasstätte „Zur Byttna“ gekümmert. Das nächste Parkseminar ist für den 17. Februar 2018 geplant.