| 02:32 Uhr

Haus aus 1930er-Jahren wie neu

Das Wohnhaus Lönsplatz 9 in Neupetershain mit seinen sechs Wohnungen ist für 510 000 Euro saniert worden.
Das Wohnhaus Lönsplatz 9 in Neupetershain mit seinen sechs Wohnungen ist für 510 000 Euro saniert worden. FOTO: Hannelore Kuschy
Neupetershain. Jens Glinzk steht in seiner ehemaligen Dachgeschosswohnung am Lönsplatz 9 und erkennt sie nicht wieder: Hell, mit hübschem Bad und feiner Küche, Schlafzimmer und Wohnzimmer. Zur Wendezeit musste Jens Glinzk noch den Ofen heizen. Hannelore Kuschy

"Aber schön war's trotzdem", sagt er.

"Die Mieten liegen zwischen 4,80 und 4,90 Euro kalt", sagt Ingolf Häusler, Sachgebietsleiter in der Amtsverwaltung Altdöbern bei einem Besuch. Das Haus aus den 1930er-Jahren ist eine von rund 180 gemeindeeigenen Wohnungen im Ort. Und sie hatte wie andere auch eine Sanierung bitternötig. Ende der 1990er Jahre, so Häusler weiter, sei das Dach erneuert worden, in den 2000er Jahren die Heizung. Nun sei das Haus auch noch von Schimmel befallen gewesen. Insgesamt steckte die Gemeinde rund 510 000 Euro in die Sanierung. "Das ist enorm, bedenkt man, dass Neupetershain neben Altdöbern mit einem Haushaltssicherungskonzept arbeiten muss", erläutert Amtsdirektor Detlef Höhl (SPD). Geholfen hat bei der Sanierung des Sechs-Familien-Hauses, dass Neupetershain auch im sechsten Jahr auf finanzielle Unterstützung durch die Leag bauen konnte. Am 20. Juni können Interessierte von 13 bis 18 Uhr die Wohnungen besichtigen.

Auch in den zurückliegenden zwei Jahren hat sich in Neupetershain einiges getan. Beispielsweise wurde ein Haus in der Wilhelm-Weise-Straße mit Vollwärmeschutz versehen. Die Elektroanlage wurde erneuert, das Treppenhaus renoviert und die Wohnungen wurden gemalert. In Neupetershain Nord hat sich in der Charlottenstraße einiges getan. Auf den Lönsplatz am jetzt sanierten Mehrfamilienhaus macht Bürgermeisterin Marita Theile aufmerksam. Dieser Platz ähnelt heute einem kleinen Park. Die Villa Spremberger Straße 1, in der einst der Hort untergebracht war, soll nach Angaben von Detlef Höhl verkauft werden.

Bauchschmerzen bereitet nicht nur der Amtverwaltung die Thälmannstraße zwischen Neupetershain Nord und Neupetershain. Die wichtige Verbindung nach Welzow, die vor allem durch den Schwerlastverkehr gelitten habe, so Detlef Höhl, müsse unbedingt saniert werden. In einem gemeinsamen Schreiben hatten sich die Landräte beider Kreise, Welzow und Altdöbern an das Land gewandt. Anfang Juli wird es in der Folge einen ersten Termin an der Landesstraße geben.