Sie sah vor, den Rewe-Standort an der Thälmannstraße aufzugeben und den Einkaufsmarkt auf dem Kulturhausplatz anzusiedeln.

Nachdem sich Vetschauer in der Einwohnerfragestunde bereits gegen eine Ansiedlung von Handelseinrichtungen auf dem Kulturhausplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Friedhof ausgesprochen hatten, deutete sich bei der Diskussion ein entsprechendes Abstimmungsergebnis an. Otto Netzeband (Die Linke) warf die Frage auf, warum sich die Stadt gegen die Auffassung der Fachleute stellen wolle, die das Konzept erarbeitet haben. Schwerpunkt müsse die Belebung der Altstadt sein. CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Malik entgegnete, dass es der Stadt in absehbarer Zeit nicht gelingen werde, diesen Platz aufzuwerten. Zudem sah er wie Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) genügend Gründe, die für eine Bebauung sprechen. Mit einer Ausnahme hatte sich die Fraktion für Variante 2 ausgesprochen. Die Ausnahme war Christoph Schneider, der negative Auswirkungen auf den Marktplatz fürchtete. Uwe Jeschke (SPD) hätte zugestimmt, wenn nur der Rewe-Markt und noch ein Bäcker auf den Platz ziehen, aber keine weiteren Handelseinrichtungen. Ulrich Lagemann (WGO) hielt es für bedenklich, dass schon mit dem Namen Rewe gehandelt werde. Einem Investor könne man nicht vorschreiben, wen er ansiedeln wolle, warf Böhmer ein. Lagemann vertrat wie Karola Schmidt (Die Linke) den Standpunkt, dass Vetschau keinen neuen Standort brauche. Ronald Hauck (Fraktion Bündnisgrüne) habe im Konzept keine Argumente für eine Bebauung finden können. “Ein Ja zum Vorhaben wäre eine Gefälligkeit für den Investor.„