Was die TSG mit schnellem Spiel zeigte, war schon sehenswert. Lübbenau überrannte Hermsdorf förmlich und erspielte freie Wurfmöglichkeiten. Durch eine schwache Trefferquote stand es nach viereinhalb Minuten aber erst 3:1. Nach fünf Minuten begann die schwächste Spielphase der TSG, denn bis zur 11. Spielminute unterliefen ihr fünf Fehler und die Mannschaft kassierte die erste Zwei-Minuten Strafe. Dann begann sich sich die TSG-Deckung zu stabilisieren und die Torerfolge von Marko Langer brachten bis zur 24. Spielminute immer wieder die Führung.
Beim 13:12 forderte der Trainer eine Spielauszeit. Marco Schelletter setzte anschließend mit seinen Treffern bis zum Halbzeitpfiff noch eins drauf. So ging man mit 16:14 in die Kabine.
Die Lübbenauer hatten danach einen optimalen Start: Nach sieben Minuten stand es 20:18. Der stärker werdende Sebastian Schultz und sein ausgeprägter Torinstinkt trugen dazu bei. Die Berg- und Talfahrt begann mit umstrittenen Entscheidungen der Schiris und setzte sich auch bei der TSG-Mannschaft mit eigenen Fehlern fort.
Die Mannschaft fing sich wieder, die Spieler um Rene Sewald und Thomas Szymczyk erledigten die Deckungsaufgaben weiter gut. Dass das immer wieder schnell und konzentriert vorgetragene Spielsystem der Lübbenauer noch einmal kippen könnte, wollte eigentlich keiner so recht annehmen. Doch nach 52 Minuten stand es plötzlich 26:26 und ein verworfener Siebenmeter kam hinzu.
Aber die schon in dieser Serie immer wieder angepriesene Stärke der TSG-Mannschaft, nämlich in solchen Momenten Übersicht zu zeigen und noch etwas drauf zu legen, wurde erreicht. Auch die jungen Spieler wie Christopher Perschk nutzen die erspielten Freiräume und schlossen erfolgreich ab.
Dass diese Treffer am Ende des Spieles noch wichtiger denn je werden sollten, zeigte die 58. Spielminute. Plötzlich lag Lübbenau mit 31:32-Toren hinten. Einige Konzentrationsmängel in der Deckung verhalfen den Berlinern zu schnellen Toren. Mit einem Aufschrei von der Bank raufte man sich sprichwörtlich zusammen und die Deckung auf der eigenen Seite langte richtig zu. So gelangen den Lübenauern noch zwei Tore und Strafminuten wurden in Kauf genommen, um den Spielfluss von Hermsdorf mit allen Mitteln zu unterbinden.
Am Ende war das 33:32 ein hart erkämpfter Sieg gegen eine solide Hermsdorfer Mannschaft, die für Überraschungen gut ist. (red)

Hintergrund Aufstellung
 TSG Lübbenau spielte mit: Jens-Uwe Schulze, Jens Konzack, Christoph Wilde, Christopher Perschk, Mirko Langer, Sebastian Schultz, Rene Sewald, Marco Schelletter, Marian Siebert, Thomas Szymczyk.
Trainer: Marko Siebert, Mannschaftsleiter: Raik Baum, Medizinische Betreuerin: Silvia Krüger