ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:09 Uhr

Handball Gutes Spiel, aber Vorsprung nicht gehalten

Lübbenau.. Berlin-Brandenburg-Liga: TSG Lübbenau – BFC Preußen 23:23 (9:9). Was die vielen Zuschauer in den nun erstmals voll besetzten Zuschauerrängen auf der neuen Tribüne in Lübbenau an Handballkost geboten bekamen, war schon beeindruckend. Da die Berliner ihr Druckspiel von Anfang an machten, kam es zum offenen Schlagabtausch und das Spiel profitierte von einer beidseitig gut agierenden Deckung. Foto: R. Hottas


Da auf Lübbenauer Seite die Rückraumspieler sehr zeitig und offensiv gedeckt wurden, musste nun über schnelle Ballwechsel und Laufspiel die Taktik der Aufbaureihe geändert werden. Es wurden jetzt Ballwechsel gegen die Wurfhand und das Einlaufen der Aufbauspieler angewendet, was die Gastgeber in den ersten 18 Spielminuten auch sehr gut gelang.
Daraus ergaben sich dann Freiräume für die Außenpositionen und der auf Lübbenauer Seite seit Beginn spielende Christopher Perschk setzte dies auch mit Torerfolg um. Die Deckung von Berlin stellte wiederholt ihre Strategie um. Und so mussten die TSG-Spieler mit Würfen aus der Distanz den Erfolg suchen. In dieser Spielphase hatte Lübbenau klar das Angriffsspiel in seiner Hand und machte sieben Angriffe mit nur einem Torerfolg. Sicherlich hatte der Torwart auf Berliner Seite einen wesentlichen Anteil am Scheitern der Lübbenauer Werfer.
Nach der Pause wurde an der Spiellinie nichts verändert, warum auch, denn das Angriffsspiel mit dem angesagten und abgestimmten Spielsystem lief bei den Lübbenauern hervorragend an. In dieser Phase mussten sie eigentlich weiter Tore vorlegen, aber leider schlichen sich technische Fehler ein. Die Gäste aus Berlin nutzen diese Geschenke skrupellos mit Konterhandball. Der eine und andere Zuschauer bangte jetzt um die TSG-Jungs, dass dieses Spiel nicht zugunsten der Berliner kippt. Nach zehn Minuten der zweien Hälfte stand es 10:13 gegen uns und über eine starke Deckungsarbeit, super Paraden des Lübbenauer Torwartes Jens-Ulf Schulze und gekonnte Einzelaktionen von Krüger, Rißka und Schelletter, spielten sich die Lübbenauer wieder zurück. Die Zwischenstände 12:15 und 16:16 zeigen schon deutlich genug, wie dieses Spiel jetzt verlief. In den Schlussminuten kamen jetzt Zeitstrafen dazu und im Angriff war nun Cleverness und eine gewisse Abgebrühtheit gefragt. Durch gezielte Manndeckung gegen die TSG-Spielmacher musste der Ball nun nicht nur gehalten werden, sondern offensive Einzelaktionen waren nötig. Dass sie den Spielstand von 23:22 40 Sekunden vor Schluss bei eigenem Angriff nicht gehalten haben, ist ein wichtiger aber auch der einzige Kritikpunkt an der TSG-Mannschaftsleistung.
Lübbenau spielte mit: Schulze, Konzack, Wilde, Langer, Schelletter, Nolde, Sewald, Schultz, Siebert, Perschk, Krüger, Rißka (HaSi)