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| 16:55 Uhr

Saisonerföffnung in Raddusch
Radduscher Hafenfest – verregnet, aber gelungen

Hafenfest in Raddusch FOTO: Peter Becker
Raddusch. Die Saison im Hafen Raddusch wurde am Wochenende mit der Rudelübergabe offiziell eröffnet. Von Peter Becker

Schon bei den Vorbereitungen zum Hafenfest war den Radduscher Fährleuten ziemlich schnell klar, dass sie alles, was ein Dach hat, aufstellen müssen. Die Vorhersagen kündigten für Samstag regen an – und das traf auch zu. Dennoch hielt sich die Stimmung.

Im Hafen hatten zahlreiche Trödler ihre Stände aufgebaut, auch traditionelles Handwerk wurde gezeigt. Unter den Zeltdächern hielt sich das überaus zahlreiche Publikum an Kaffee und Bier fest und folgte den Programmpunkten auf der Bühne. Eingestimmt durch die Welzower Blasmusikanten und den Linedancern, folgte der Auftritt der Radduscher Kita-Kinder. In Tracht zeigten sie ein deutsch-wendisches Programm aus Liedern und Tänzen.

Die Kinder- und Jugendgruppe des Radduscher Heimat- und Trachtenvereins kam zunftgemäß in Tracht und mit (Heu-)Kahn. Dieser wurde vom Boblitzer „Gendarmen“ Harry Lierka gestakt. Die Gruppe stellte Spreewälder Brauchtum und Tänze vor, moderiert durch den Ortschronisten Manfred Kliche und die Vereinsvorsitzende Stephanie Buchan. Bei der Vorstellung der Trachten würdigte Manfred Kliche das Engagement der Radduscherin Elli Müller, die stets mit Rat und Nadel den Frauen zur Seite steht.

Anschließend wurde die Saison mit der Rudelübergabe an den Vereinsvorsitzenden offiziell eröffnet. Detlef Mecke übernahm aus den Händen von Jessica Kröber die geschmückte Rudel.

Viele Besucher harrten trotz anhaltenden Regen aus. Den musikalischen Hintergrund bildeten das Spreewald-Duo Lothar und Klaus, sowie die Radduscher Band CartoucheNoir. „Es ist erstaunlich, welche Entwicklung Raddusch genommen hat, hier geht richtig was ab“, erzählte Heinz Klauk, ein geborener Radduscher. Aus der Oberlausitz waren Karla und Wilfried Mauermann angereist: „Uns interessierte das Brauchtum und die Trachten. Wir waren überrascht, wie sich so manche Bräuche gleichen. Aber das ist bei der gemeinsamen slawischen Herkunft vielleicht auch nicht verwunderlich“, sagte Wilfried Mauermann.