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Lübbenau
Grundschüler von heute, Oberschüler von morgen

Bei Chemielehrer Kevin Kaulbach (27) erhalten neugierige Sechstklässler einen Vorgeschmack auf den künftigen Chemieunterricht.
Bei Chemielehrer Kevin Kaulbach (27) erhalten neugierige Sechstklässler einen Vorgeschmack auf den künftigen Chemieunterricht. FOTO: Jenny Theiler / LR
Lübbenau. Die preisgekrönte Lübbenauer Oberschule „Ehm Welk“ öffnet die Türen für die kommende Schülergeneration.

Von Jenny Theiler

Das Prädikat „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ trägt die Lübbenauer Oberschule „Ehm Welk“ schon zum vierten Mal. Im vergangenen Jahr erhält die Bildungseinrichtung sogar den Titel „Starke Schule“ als ersten Landespreis. Die Vorbereitung auf das Berufsleben steht ganz oben auf dem Lehrplan und wird, wie auch der Tag der offenen Tür am Montagabend zeigt, hervorragend umgesetzt.

Interessierte Sechstklässler und ihre Eltern erkunden die Klassenräume und erhalten vielseitige Einblicke in die verschiedensten Fächer. „Wir wollen die Schüler auf die Praxis vorbereiten. Sie sollen nach dem Abschluss auch in der Lage sein mit ihren Händen zu arbeiten“, erklärt die Schulleiterin Gabriele Lehmann. Die Schule versteht sich als Ganztagsschule und bietet viele kreative Lehrangebote in der Freizeit an, wie ein Blick durch die Pausenhalle verrät. Selbstgemachte Skulpturen, Bilder und Kunstwerke lassen nicht nur die Grundschüler staunen. Wer neben dem handwerklichen Geschick auch sehr gute Leistungen in allen anderen Fächern vorweisen kann, hat die Möglichkeit die gymnasiale Oberstufe zu erreichen – eine Option, die vor allem auch viele Eltern dazu bewegt, ihre Kinder an der Lübbenauer Oberschule anzumelden.

Nicole Scheibe sagt die Oberschule zu. Sie kann sich vorstellen, dass ihr Sohn Lenny sich für die Schule entscheiden wird. „Ich denke, dass hier mit weniger Druck unterrichtet wird, als auf dem Gymnasium. Letztlich hat er hier die selben Möglichkeiten“, erklärt die Lübbenauerin. „Ich bin gut in Englisch und mir haben die Englischräume in der Oberschule sehr gut gefallen“, erklärt Lenny Scheibe (11).

Pro Schuljahr werden zwei siebente Klassen eröffnet. Unter dem Motto „Fördern und Fordern“ lernen momentan 200 Schüler, aus den Jahrgangsstufen sieben bis zehn, gemeinsam an der Oberschule „Ehm Welk“. „Wir sind keine Schule, die gute Noten einfach verschenkt“, gibt Schulleiterin Gabriele Lehmann zu bedenken. Knapp die Hälfte aller Zehntklässler geht nach dem Abschluss den Weg bis zum Abitur weiter, wie auch viele Absolventen am Montagabend berichten. Den Tag der offenen Tür nutzen die ehemaligen Schüler, um noch einmal ihre früheren Lehrer zu besuchen und in Erinnerungen zu schwelgen. „Das ist ein Zeichen dafür, dass sie gern zur Schule gegangen sind“, freut sich eine Deutschlehrerin.

(the)