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Groß Mehßow will Gutshaus behalten

Die Zukunft des Gutshauses in Groß Mehßow wird die Stadt Calau in den nächsten Wochen und Monaten noch beschäftigen. Im Ort wird gerade an einem Nutzungskonzept für das Haus gearbeitet. Ortsvorsteherin Roswitha Reiche: "Sollte es doch verkauft werden, haben wir Angst, dass es für die Gemeindearbeit verloren ist."
Die Zukunft des Gutshauses in Groß Mehßow wird die Stadt Calau in den nächsten Wochen und Monaten noch beschäftigen. Im Ort wird gerade an einem Nutzungskonzept für das Haus gearbeitet. Ortsvorsteherin Roswitha Reiche: "Sollte es doch verkauft werden, haben wir Angst, dass es für die Gemeindearbeit verloren ist." FOTO: H. Kuschy
Calau. Bei der Haushaltsdiskussion in Calau fühlen sich Ortsvorsteher an Unzulänglichkeiten in ihren Dörfern erinnert. Einige Dinge wie der Straßenbelag in Groß Mehßow oder ein Kinderspielplatz für Mallenchen sind für 2017 geplant. Anderes wird weiterhin auf sich warten lassen. Hannelore Kuschy

Noch liegt der Schnee. Radensdorfer Familien hoffen, dass nicht noch mehr fällt und dann womöglich schnell taut. Denn sie waren seit mehr als zehn Jahren schon öfter von Hochwasser betroffen. Ortsvorsteherin Bärbel Kandora aus Craupe erinnert die Hauptausschussmitglieder bei ihrer Diskussion des Haushalts 2017 bis 2020 daran, dass am Straßendurchlass in Radensdorf bis heute nichts gemacht sei. Matthias Kurth (CDU) pflichtet ihr bei: "Das Problem ist die Höhe dieses Durchlasses. Wir sollten den Druck gegenüber dem Kreis aufrecht erhalten", fordert er, denn hierbei handele es sich immerhin um eine Kreisstraße. Sorgen bereitet der Ortsvorsteherin nach wie vor auch das Dach des Feuerwehrhauses Craupe. Regnet oder schneit es, komme die Feuchtigkeit durch, die geklebten Bahnen würden herunterfallen. "Wir haben schon Schnee geschippt auf dem Dach."

Das Feuerwehrhaus, wenn man es denn so nennen möchte, stamme aus dem letzten Jahrtausend, sei ein Dauerthema auch in Kemmen. Sagt Ortsvorsteher Peter Schollbach. "Das Fundament ist nicht in Ordnung, im Gebäude sind Risse. Da muss was passieren." Auch die Jugendlichen würden einen Treff brauchen. Peter Schollbach unterstützt Groß Mehßow in dem Bestreben, das Gutshaus fürs Dorf zu erhalten, es nicht zu verkaufen, denn das könne auch von Kemmenern genutzt werden. Wie Ortsvorsteherin Roswitha Reiche erklärt, werde gerade ein Nutzungskonzept für das Haus erarbeitet. "Sollte es verkauft werden, haben wir Angst, dass es für die Gemeinde verloren ist", so ihre Befürchtung. Der Park müsse eingezäunt werden und sie hoffe, dass das 2017 klappe. Im Frühjahr soll zu ihrer Freude die Dorfstraße in Ordnung gebracht werden.

Baumwurzeln haben den Radweg Buckow-Erpitz Wellen schlagen lassen. Darauf macht Ortsvorsteherin Ruth Kuritz aufmerksam. Und sie erinnert an zerfahrene Wege, die seit dem Windparkbau Einwohner ärgern. "Unsere größte Sorge aber ist unser Begegnungsraum im Obergeschoss, der nur über eine Treppe zu erreichen ist. Viele unserer knapp 40 älteren Leutchen steigen die Treppe nicht mehr und bleiben deshalb zu Hause", bedauert sie.

Eckhard Klohs ist Ortsvorsteher und Ortswehrführer in Groß Jehser. Sein Ärger ist noch immer, dass der Feuerwehr, und nicht nur der in seinem Ort, von einem Tag auf den anderen der Telefonanschluss gekappt wurde, "nur um insgesamt 750 Euro Grundgebühr zu sparen". Denn mit dem neuen Funkverkehr sei es nicht einfach. "Bis heute gibt es keine Lösung", stellt er fest. Dagegen seien 5000 Euro für einen Spielplatz in Mallenchen geplant. "Dort gibt es viele Kinder", sagt er. 2016 hatte Mlode einen Spielplatz bekommen, bei dessen Bau Einwohner mit zupackten. Weniger um einen Spielplatz als vielmehr um den veralteten Rasentraktor geht es in Saßleben, Ortsvorsteher Siegmund Schulz und Katharina Grondke vom Ortsbeirat warteten nicht bis zum Frühjahr, sondern machen jetzt darauf aufmerksam.