ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:48 Uhr

Graben der Hoffnung soll Altdöbern vor aufsteigendem Grundwasser schützen

"Sommersitzung vor Ort": Der Braunkohlenausschuss informiert sich am entstehenden Südgraben in Altdöbern zur Grundwasserabwehr.
"Sommersitzung vor Ort": Der Braunkohlenausschuss informiert sich am entstehenden Südgraben in Altdöbern zur Grundwasserabwehr. FOTO: uhd
Altdöbern. Am Südgraben, der die Ortslage Altdöbern vor aufsteigendem Grundwasser schützen soll, gehen die Arbeiten voran. Entgegen der späteren Fließrichtung graben sich Bagger ins Erdreich, gestalten Böschungen oder füllen Lastkraftwagen mit Erdmassen in Größenordnungen. Mitglieder des Brandenburger Braunkohlenausschusses haben sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten gemacht. Uwe Hegewald

Die Chinesische Mauer und der Altdöberner Südgraben haben gemeinsam: Beide Bauwerke sollen aus dem Weltall zu erkennen sein. So scherzen Altdöberner, wenn sie die Ausmaße des Südgrabens definieren. "Es ist die vernünftigste, nachhaltigste und daher auch optimalste Lösung gegen den bedrohlichen Grundwasserwiederanstieg", sagt Wolfgang Klepsch, Mitglied des Braunkohlenausschusses. Der besuchte im Rahmen der jährlichen "Sommersitzung vor Ort" die Baustelle. Der zuständige LMBV-Sanierungs-Abteilungsleiter, Reiner Kula, und der für diesen Raum verantwortliche Planungsabteilungsleiter Stefan Buhr haben die Vorhaben erklärt. Die Schwerpunkte liegen momentan im Ertüchtigen des Chransdorfer Fließes zwischen Senftenberger Straße und Michlenzteich sowie den Bau der Durchlässe und Straßenquerungen. Hinzu kommen archäologische Grabungen im Bereich des entstehenden Südgrabens, das Herstellen der Baustellenzufahrt an der Senftenberger Straße sowie das Auffüllen der Geländetieflage am westlichen Kippenfuß nördlich von Altdöbern. Bereits in Betrieb genommen ist der Bypass, eine 650 Meter lange Rohrleitung, die die ursprüngliche Wasserversorgung des Salzteiches im Schlosspark und des Michlenzteiches aufrechterhält. Dabei handelt es sich um Öko-Wasser, das von der Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Rainitza bereitgestellt wird. Wie LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber mitteilt, wird die temporär installierte Leitung über den Zeitraum der Ertüchtigung des Grabensystems in Betrieb bleiben. "Voraussichtlich auch bis zur Fertigstellung der Entschlammungsarbeiten an Salz- und Michlenzteich", erklärt er weiter. Über einen Stich könne der Michlenzteich gesondert bespannt werden, der derzeit ein geringeres Niveau aufweise. Erforderlich wurde das aufgrund von Wasserhaltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Herstellung des Durchlasses unter die Landstraße (L 53) in Richtung Calau. Der Verkehr wird an der Engstelle wechselseitig mittels Ampelanlage geregelt.

Zum Thema:
Weitere Stationen der Sommersitzung des Brandenburger Braunkohlenausschusses um ihren Vorsitzenden Holger Bartsch und Angiola König von der Geschäftsstelle waren Transporttrassen für die Massentransporte zum Verfüllen von Tieflagen am Restloch und Arbeiten zur Rütteldruckverdichtung am Werkstattgraben Greifenhain. In Senftenberg wurden das im Rahmen der Gefahrenabwehr (Paragraf 3) errichtete Wasserniedrighaltungssystem Senftenberg und die Pumpenstube eines der vier Horizontalfilterbrunnen besichtigt.