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Geheimtipps sollen mehr Lust auf Spreewald machen

Lübbenau. Von der neuen Winterkampagne inspiriert, planen die Mitglieder der Lübbenauer Marketing-Arbeitsgemeinschaft das Sommer-Halbjahr in ähnlicher Form zu präsentieren. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das Jahr und seine Angebote nicht jahreszeitlich zu splitten – ganz einfach um die Übersicht zu gewähren", teilt Steven Schwerdtner von den Spreewelten mit. Jan Augustin

Der Vorteil gegenüber der Winterofferte sei, dass man die vorhandenen Angebote nur bündeln und neu präsentieren müsse. "Für den Lübbenauer Winter wurden einige Produkte erst neu initiiert", erklärt Birgit Tanner vom Schloss Lübbenau.

Ganz so schnell geht es dann aber doch nicht mit einer neuen Kampagne. "Wir werden uns in einem Workshop mit dem Thema befassen, Zeiträume definieren sowie bekannte und weniger geläufige Produkte und Erlebnisse zusammentragen. Ziel ist es, ein Marketingkonzept als Kommunikationsdach zu formulieren", erläutert Prof. Felix Herle von der Hochschule Bremen. Als externer Moderator begleitet er die Marketingrunde "Wir für Lübbenau".

Das Besondere an der neuen Darstellung der Sommererlebnisse sollen kleine Geheimtipps sein, die es nur in bestimmten Zeiträumen zu erleben gibt, wie eine Kahnfahrt zur Zeit der Tulpenbaum-Blüte.

Von der Marketingrunde initiiert und umgesetzt wurde im vorigen Jahr eine umfassende Werbung für die kälteren Monate. "Wenn der Winter den Atem anhält", heißt der Slogan, der für einzigartige Angebote im Spreewald wirbt. "Diese haben wir aktuell in einer neu aufgelegten Broschüre zusammengefasst", erzählt Birgit Tanner. "Das Erlebnis steht dabei immer im Vordergrund", ergänzt sie. "Mit einer größeren Werbekampagne machen wir nun auf die Produkte aufmerksam", erläutert Steven Schwerdtner. Dabei würden mehr Angebote auf der Lübbenauer Tourismus-Homepage veröffentlicht. "Zusätzlich werben wir auf Online-Portalen und in Sonderheften vor allem in der Hauptstadt." Obwohl die Winterbroschüre noch druckfrisch ist, reifen schon Ideen für die nächste Auflage: "Wir brauchen Angebote, die öfter erlebbar sind und nicht nur an ein oder zwei Terminen stattfinden", ist Schwerdtner überzeugt. "Es ist wichtig, langfristig und über den Tellerrand hinaus zu denken, dabei neue Meilensteine im Blick zu haben, um die Vermarktung der Stadt voranzutreiben", erklärt Michael Jakobs, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald.