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Auszeichnung
„Geballte Kraft“ in Vetschau

Bürgermeister Bengt Kanzler (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Gunther Schmidt (r.) mit den fünf von ihnen ausgezeichneten Ehrenamtlichen Werner Buchan, Christa Perkowsky, Stefan Netzker, Wolfgang Krüger und Bernd Pietsch (v.l.).
Bürgermeister Bengt Kanzler (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Gunther Schmidt (r.) mit den fünf von ihnen ausgezeichneten Ehrenamtlichen Werner Buchan, Christa Perkowsky, Stefan Netzker, Wolfgang Krüger und Bernd Pietsch (v.l.). FOTO: Daniel Preikschat / LR
Vetschau. Engagierte Ehrenamtliche haben sich für ihre Stadt reingekniet – und wurden dafür geehrt.

Der Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) sparte wahrlich nicht mit Lob. Eine „geballte Kraft“ sei hier heute Abend im Rittersaal des Stadtschlosses versammelt, sagte er und blickt dankbar auf die fünf Vetschauer vor ihm. Sie seien „zum Vorbild des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements geworden“. Sie würden sich nicht fragen, was die Gesellschaft für sie tun kann. Umgekehrt werde für diese Aktivposten in der Stadt und ihren Ortsteilen ein Schuh draus: Was kann ich für die Gesellschaft tun? Und eine Antwort würden sie gleich mit liefern, so Bengt Kanzler.

Für Christa Perkowsky aus dem Ortsteil Stradow fällt die Antwort so aus: Seit gut 15 Jahren aktiv zu sein bei den Stradower Landfrauen, sich dort im Fastnachtskomitee einzubringen, für Veranstaltungen Kuchen zu backen und zu verkaufen. Oktoberfest und Adventsfest im Ort verschönt die 59-Jährige mit ihren Basteleien und Dekorationen. Maifest, Kinderfest oder auch das Drachenfest unterstützt sie tatkräftig.

Als jemand, der sieht, wo Hilfe notwendig ist und dann anpackt, wie es der Bürgermeister ausdrückt, hat sich längst auch Werner Buchan erwiesen. Seit 1982 ist er Gemeindevertreter in Raddusch, seit 2003 außerdem Vetschauer Stadtverordneter. Bei Kahnfährgemeinschaft und Feuerwehr mischt der 70-Jährige mit, hat sich reingekniet bei Vorbereitung und Durchführung des Brandenburger Dorf- und Erntefestes im vergangenen Jahr. Kein Festumzug, keine historische Kartoffelernte im Dorf, bei denen sich Werner Buchan nicht verdient gemacht hätte.

Ohne Bernd Pietsch wiederum wäre der Märkischheider Heimatverein nicht, was er heute ist, wie Bengt Kanzler würdigte. Dank eines Flugblattaufrufs, den der heute 61-Jährige 1992 initiiert hatte, konnte der Verein gegründet werden. Die Mitglieder konnten daraufhin Heimatfeste, Zampern, Trachtenumzug, Osterfeuer und Reiterfeste wiederbeleben. Gerade bei auswärtigen Auftritten sei viel zu leisten. Was der Verein auch dank Bernd Pietsch hinbekommt. Doch nicht nur Kultur und Heimatgeschichte beschäftigen Pietsch. Auch aktueller Probleme wie dem Grundwasseranstieg nimmt er sich an.

Im Ortsteil Naundorf indes kann man auf Wolfgang Krüger bauen. Kanzler wies auf das Engagement des 57-Jährigen für die Feuerwehr hin und auf das Mitorganisieren von großen Festen. Mit handwerklichem Geschick werte der Naundorfer das Dorfbild auf. Den ehemaligen Gaststättensaal stellt er gern für Programmproben zur Verfügung oder für Kränze- und Girlandenflechter.

„Nachbarschaftshilfe“ ist auch für Stefan Netzker kein Fremdwort. In Koßwig übernimmt er sowohl für die Feuerwehr als auch für die Jagdgenossenschaft den Kassenwart-Job, opfert hierfür viele Stunden Freizeit, wie Kanzler anerkannte.

Veronika Böttcher, die am Donnertag nicht kommen konnte, macht das halbe Dutzend ausgezeichneter Ehrenamtlicher in Vetschau voll. Im Kleintierzuchtverein übernimmt sie den kompletten Schreibkram und führt die Chronik mit Fotos und Beiträgen. Damit nicht genug, hieß es weiter, bietet die begabte und kreative Bastlerin ihre Werke für wenig Geld auf heimischen Märkten an.

Für fällig hielten die Vetschauer auch eine Würdigung des Wahlleiters. Seit 2010 waltet Hans-Ulrich Lehmann auf ruhige, aber bestimmte Art dieses so wichtigen Amtes, sagte Stadtverordnetenvorsteher Gunther Schmidt.

Gunther Schmidt, Vorsitzender der Stadtverodnetenversammlung, bedankt sich mit Bllumen bei Wahlleiter Hans-Ulrich Lehmann (r.).
Gunther Schmidt, Vorsitzender der Stadtverodnetenversammlung, bedankt sich mit Bllumen bei Wahlleiter Hans-Ulrich Lehmann (r.). FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau