(uhd) Nach der umfassenden Sanierung ihres Dorfteiches bittet Ressen (Gemeinde Neu-Seeland) am Samstag, 10. August, zum Sommerfest ans Gewässer. Mit Kaffeetafel, den Original Lausitzer Blasmusikanten und einem Gaudi-Wettbewerb, der zuletzt vor rund 30 Jahren durchgeführt wurde: das Brühtrogrennen. „Der Start einer Neuauflage war also dringend notwendig“, sagt Hans Joachim Behnke vom Verein „Aktives Ressen“.

Im Vorfeld wurden Brühtröge sogar neu gebaut und auch getestet. „Man soll es nicht glauben, das Wasser trägt nach 30 Jahren immer noch. Nur die Tester sind älter geworden“, so Behnke mit einem Augenzwinkern.

Starten wird das Sommerfest um 13 Uhr am Feuerwehrdepot. Gegen 15.30 Uhr wird zu Kaffee, Kuchen und Blasmusik gebeten. Ab 19 Uhr darf auch das Tanzbein geschwungen werden. Zudem wird im Verlauf des Abendprogramms die Siegerehrung für die geschicktesten, schnellsten und professionellsten Brühtrogfahrer erfolgen. Vereinsvorstand Horst Messing sieht dem Wettbewerb (ab 14 Uhr) mit Spannung entgegen. „Ich kenne diesen nur vom Schwärmen der Dorfbewohner. Dort, wo ich herkomme, sind mir Fahrten im Brühtrog über einen Dorfteich nicht bekannt“, so der ehemalige Augsburger (Bayern) mit Wurzeln in Lüdenscheid (NRW).

Wie Horst Messing mitteilt, hätten sich erste Teams in die Starterlisten eingetragen. „Für Kurzentschlossene besteht noch am Wettkampftag die Möglichkeit sich anzumelden“, sagt er, macht aber darauf aufmerksam, dass es sich um Pärchen handeln muss. Und wenn sich für ein Team nur zwei Männer finden? „Dann muss einer der Kerle in Frauenkleider schlüpfen. So sieht es die  Wettkampfordnung vor“, stellt der Ressener klar.

Vereinssprecher Hans Joachim Behnke hofft auf zahlreiche Gäste aus den Nachbardörfern. „Seit alle so gut und schwingt Euch auf die Fahrräder, denn das Fest wird lang und fröhlich. Wir gehen davon aus, dem Ansturm der Gäste in jeder Hinsicht gewachsen zu sein“, betont er. Diesbezüglich dürfte ihm keiner widersprechen, ist dem couragierten Verein „Aktives Ressen“ doch 2017 der Bürgerpreis des Amtes Altdöbern verliehen worden. Zu den Husarenstücken der Ressener zählt das Verlegen einer externen Wasserleitung zum Dorfteich, um diesen dauerhaft mit Wasser zu bespannen und nach 30 Jahren wieder Brühtrogrennen durchführen zu können.