ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:10 Uhr

Garage ist kein Jugendtreff

Calau.. „Wir setzten uns als CDU-Fraktion für Ordnung und Sicherheit in der Stadt ein“ , sagt Dieter Garlich, Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung. I. Hoberg

Eine Garage sei kein Versammlungsort, die hygienischen Zustände seien nicht zu vertreten, stellte er zu den in der RUNDSCHAU ( „Spiel“ mit mehreren Bekannten) am Mittwoch geschilderten Umständen fest.
Garlich hält es für wichtig, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen: „Eine Möglichkeit wäre der nächste Sozialausschuss am Dienstag.“ Hoffnung auf einen eigenen Jugendklub macht er jedoch nicht. Bürgermeister Norwin Märkisch zur Situation: „Wir können nicht für jede Clique einen Klub zur Verfügung stellen.“ Er verweist auf die Jugendeinrichtung in der Mühlenstraße, die von der Freien Jugendhilfe Niederlausitz betreut und aus dem Stadt-Haushalt finanziert wird.
Ein zweiter Jugendklub wäre auch nicht die Lösung und die Stadt könne das auch gar nicht realisieren, schätzt Werner Suchner, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen/FDP und Sozialausschussvorsitzender, ein. „Ohne Betreuung kann man ein Gebäude nicht übertragen, es müsste in verantwortliche Hände übergeben werden“ , sagt er aus der Erfahrung der Vergangenheit. Doch wie auch bei der Freien Jugendhilfe gerade noch stundenweise der Jugendklub in Gollmitz mitbetreut werden könne, laufe die Stelle des Streetworkers aus, der bei Problemen vermitteln könnte.
„Man sollte überlegen, die Schule 2 für die Jugendbetreuung zu nutzen“ , meint Michael Petras, PDS-Fraktion. Der Jugendklub in der Mühlenstraße sei doch eigentlich zu klein. Für die Finanzierung dieses Objektes sieht er allerdings auch keine Lösung. Als Grundproblem im Garagenkomplex bezeichnet er fehlende Vertragsbeziehungen zwischen dem Eigentümer des Boden und den Eigentümern der Garagen.
Die Jugendlichen wollen einen eigenen Platz haben, an dem sie sich treffen können. Christopher Jurisch schreibt an die RUNDSCHAU: „Jugendclub hin oder her. Erstens ist da bestimmt nicht bis früh offen, und dass man da mal ein Bier trinkt ist auch nicht gestattet. Außerdem sind wir eine eingeschworene Gruppe und wollen unter uns sein. Anstatt uns von dort zu vertreiben, sollten sich vielleicht der Bürgermeister oder andere verantwortliche Leute mit uns in Verbindung setzen, sodass wir einen Raum bekommen.“ Vielleicht machen ja auch die Jugendlichen den ersten Schritt und suchen das Gespräch im Sozialausschuss - wie von Dieter Garlich angeboten.