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Ganz Calau in Gewinner-Laune

Witzig: Der Lachplatz in Taubners Gässchen in Calau steht kurz vor der Vollendung. Bis Samstag wird noch mal ordentlich Hand angelegt.
Witzig: Der Lachplatz in Taubners Gässchen in Calau steht kurz vor der Vollendung. Bis Samstag wird noch mal ordentlich Hand angelegt. FOTO: H. Kuschy
Calau. Lustiges mit Nützlichem zu verbinden – das hat Calau auch bei seinem Stadtfest drauf, das schon morgen mit dem Kabarett beginnt. Ehemalige Calauer, die für ein paar Tage aus allen Ecken des Landes zum Stadtfest in die Heimat kommen, dürfte der erste Rückkehr-Tag interessieren, den Firmen und Stadt gemeinsam im Info-Punkt der Wohn- und Baugesellschaft (WBC) starten und bei dem im Netzwerk alle Beteiligten nur gewinnen können. Hannelore Kuschy

Samstag zwischen 11 und 17 Uhr präsentieren Firmen freie Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Arbeitsagentur steht beratend zur Seite. Wie Claudia Zech vom Infopunkt sagt, gäbe es allein in Calau und der nahen Umgebung bereits mehr als 50 gemeldete freie Stellen - zum Beispiel bei Emis, Caleg, Vetschauer Wurstwaren, Bäckerei Bubner, bei der Arbeiterwohlfahrt und in der Physiotherapie. Die WBC setzt bei der Gelegenheit gleich noch eins drauf und zeigt anhand ihrer Aktions- und Wohnungsangebote, wie vielfältig und bunt die Heimat geworden ist. Ein Indiz dafür ist neben der neuen Kunstfassade in der Otto-Nuschke-Straße der neue Lachplatz in Taubners Gässchen. Bis zum Samstag wird dort noch Hand angelegt, künstlerisch vor allem. "Das Besondere am Projekt ist die Einbeziehung junger Künstler. Jugendliche der Freien Jugendhilfe Niederlausitz und die Graffiti-Künstler Susann Seifert und Ralf Hecht setzten an der Rampenrückwand Moorhühner zum Schmunzeln in Szene als Hinweis auf den Lachplatz", erzählt WBC-Geschäftsführerin Marion Goyn. Begeistert von dem WBC-Bauprojekt "Gassenhof mit Witz" war der Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Wohnungswirtschaft, Axel Gedaschko bei seinem Calau-Besuch im Juli. "Wenn man mit Ihnen durch die Wohnanlagen geht, spürt man Begeisterungsfähigkeit und unbändige Lust zur Gestaltung", bescheinigte er dem Team.

Am Samstag ist im Info-Punkt bereits die Kalligrafie-Ausstellung "Joachim Gottschalk" des Lübbenauers Ingo Schiege zu sehen. Sie wird jedoch erst zu einem späteren Termin offiziell eröffnet. Im Haus der Heimatgeschichte dagegen werden bereits am Freitag, 17 Uhr, Bürgermeister Werner Suchner und der Heimatverein die Ausstellung "Calau interaktiv - Calauer erinnern sich - Töpferstraße/Lindenstraße" eröffnen. Dazu hatten Calauer alte Fotos aus den beiden Straßen und Erinnerungen beigesteuert.

So haben die Calauer an diesem verlängerten Wochenende allen Grund zum Lachen, zur Freude. Traditionell treffen sich Calauer Senioren am Freitag um 15 Uhr an der großen Kaffeetafel im Festzelt auf dem Marktplatz. Torsten Teichert, der für das vollgepackte Programm gesorgt hat, lädt für Freitag, 20.30 Uhr, wieder zum Lampion umzug ab Lindenstraße ein, der von den Calauer Fanfaren angeführt wird. Am Springteich wird um 21.30 Uhr ein großes Höhenfeuerwerk gezündet.

Mit einem Freibier-Fassanstich eröffnet der Bürgermeister am Samstag um 10.30 Uhr das Stadtfest ganz offiziell und ehrt gleichzeitig das erfolgreichste Unternehmen beim 20:17-Stundenschwimmen. Tanz, Mode und viel Musik, zum Beispiel mit der Lichtensteiner Partyband am Abend, bestimmen den Festsamstag. Auf der kleinen Bühne in der Cottbuser Straße sind ab 20 Uhr die Haystackers aus Lübbenau zu erleben. Zwischen Gottesdienst um 10 Uhr und "Feuerherz" am Abend ist ein buntes Festprogramm vorbereitet. Die Calauer Museen öffnen an beiden Tagen, auch Kirchturmführungen sind möglich. Viele Händler haben am Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.