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| 01:03 Uhr

Fussball Alemannia-Damen zur LM qualifiziert

Hallen-Landesmeisterschaft.. Im Kolkwitz-Center bei Cottbus wurde am Wochenende die Zwischenrunde der Frauen zur Qualifikation für die Hallen-Landesmeisterschaft ausgetragen. Daran nahmen insgesamt sechs Teams teil, darunter auch Verbandsligist SSV Alemannia Altdöbern. Durch die überraschende Disqualifizierung der Spielgemeinschaft von Spremberger SV 1862 und Blau-Weiß 07 erreichten die Schützlinge von Trainer Mario Liepelt Rang zwei hinter den Cottbuser Energie-Damen und werden am 30. Januar in Hohen-Neuendorf ebenfalls zur Endrunde auflaufen. Von Rudolf Neuland

Dabei erwischten die Alemannia-Damen alles andere als einen Auftakt nach Maß. Gleich das erste Match gegen den Niederlausitz-Kreismeister SG Spremberg ging 0:1 verloren. Darauf folgte eine weitere Niederlage gegen den Turnierfavoriten FC Energie Cottbus (1:2). Erst das dritte Spiel brachte einen Erfolg und somit die ersten Punkte: Die SG Willmersdorf fertigte man hoch mit 4:0 ab.
Nun im Selbstbewusstsein gestärkt gingen die Altdöberinnen das Spiel gegen den Verbandsliga-Konkurrenten SG Kröbeln (Elbe-Elster-Kreis) an. Heraus kam ein knappes, aber verdientes 1:0. Die letzte Begegnung gegen den Gräfendorfer SV aus dem gleichen Kreis endete mit einem mageren 1:1.
Damit standen sieben Punkte aus fünf Spielen auf dem Konto der Alemannia, was eigentlich nur Rang drei hinter Spremberg bedeutet hätte. Doch zum Erstaunen aller wurde bei der Siegerehrung verkündet, dass die Spielgemeinschaft (Spremberger SV 1862 und Blau-Weiß 07) disqualifiziert worden sei. Der Grund: Eine solche Gemeinschaft sei zwar auf Kreis-, nicht aber auf Landesebene zulässig.
Diese Ansage sorgte nicht nur für kurzzeitige Verwirrung, sondern auch für Empörung. Bitter enttäuscht verließen die Sprembergerinnen auf schnellstem Wege das Kolkwitz-Center. Wie RUNDSCHAU-Nachfragen ergaben, liege die Verantwortung für diesen Missklang offenbar sowohl bei den Spremberger Betreuern, als auch beim Fußballkreis und dem Fußball-Landesverband als Veranstalter.
Alemannia-Trainer Mario Liepelt - noch sichtlich überwältigt von den Ereignissen dieser letzten Minuten des Vier-Stunden-Turniers - sagte: „Mit dem 2. Platz hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Unsere Freude ist deshalb etwas verhalten. Wir hätten uns lieber sportlich einwandfrei qualifiziert. Bitter für die Sprembergerinnen, aber leider nicht mehr zu ändern“ .
Das Niveau seines Teams, in dem mit Kathrin und Anke Handrow sowie Ines Rattei drei Kolkwitzerinnen agieren, bewertete er so: „Unsere Spielweise ist noch zu sehr auf zwei bis drei Leistungsträger zugeschnitten. Daraus resultieren einige Schwächen.
“ Mitunter fehlten Übersicht und Laufverständnis. Es mangele phasenweise auch am Mut zum Torschuss, stattdessen kämen zu viele sichere Querpässe.
Junge Spielerinnen, unter anderem die 16-jährige Lisa Markwart, müssen erst richtig herangeführt und in das Spielsystem eingebunden werden, resümierte Liepelt, der ebenfalls in Kolkwitz beheimatet ist.