Für Zähler der Größe Qn 2,5 werden statt bisher 177,90 Euro im Jahr dann 222 Euro fällig. Von 1430,80 Euro auf 2358 Euro steigen die Gebühren für Zähler der Größe Qn 6. "Die Verbandsmitglieder haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht", erklärt Verbandsvorsteher Klaus Wecke. Wer wenig Wasser abnimmt, werde sie für nicht gerecht erachten. Die Erhöhung sei jedoch erforderlich, um die negative demografische Entwicklung in Bezug auf die dennoch weiter bestehenden Vorhaltekosten zu kompensieren. In der Diskussion, die vorab mit den Verbandsmitgliedern geführt worden sei, war das Erhöhen der Mengengebühr abgelehnt worden. Sie liegt schon bei 2,15 Euro je Kubikmeter. Die aktuellen Preise und Gebühren sollen 2012 weiter gelten.

"Wir müssen davon ausgehen, dass zukünftig keine Fördermittel vom Land zu erwarten sind. Investitionen können nur aus eigener Kraft über die Einnahmen von Gebühren und Entgelte realisiert werden", sagt Klaus Wecke. "Nur so ist wirtschaftliche Stabilität erreichbar." Den Verbandsmitgliedern sei bewusst, dass die Erhöhung eine große Belastung für die Kunden ist und die Schmerzgrenze erreicht wird. "Wir werden im nächsten Jahr über eine neue Preisstruktur nachdenken - diesen Auftrag haben wir von der Verbandsversammlung erhalten", so der Verbandsvorsteher.

Dabei müssen auch die Investitionen, die zur Sicherung der Wasserversorgung für eine geringer werdende Bevölkerung notwendig sind, berücksichtigt werden. Die Verschuldung soll nicht höher angesetzt werden, um weiter flexibel reagieren zu können, wenn beispielsweise Straßenbauvorhaben in den Kommunen umgesetzt werden und der WAC seinen Part übernehmen will. Aufgrund der erheblich höheren Investitionen in den kommenden Jahren, besonders für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung, sind schon Kreditaufnahmen notwendig. Im Jahr 2012 betragen sie rund 3,5 Millionen Euro. 2013 sind es nach bisheriger Prognose 1,6 Millionen, 3,9 Millionen im Jahr 2014 und 4,8 Millionen Euro im Jahr 2015.

Zum Thema:

Zum ThemaDie Verbandsversammlung des WAC hat den Wirtschaftsplan 2012 beschlossen. 2012 sind Investitionen von rund vier Millionen Euro geplant. Davon gehen 2,7 Millionen Euro in die Sparte Abwasser, mehr als eine Million Euro soll für Trinkwasser aufgewendet werden. Für rund 213 000 Euro werden Ausrüstungen angeschafft.Zur Lösung der Altanschließerproblematik im Verbandsgebiet des WAC gab es noch keine konkrete Beschlussfassung.